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Roman Gerhardt

Schulwegsicherheit

BVV-Newsletter Juni 2026

Veröffentlicht am 26.06.2026

Unsere Themen im Juni 2026:
· Schulwegsicherheit
· Baubeginn in Lichterfelde Süd
· Kommunalpolitisches Frühstück zur Stammbahn
· Müll-Problematik
· Spanische Allee ehrt Kriegsverbrecher
· Gedenken an den Arbeiteraufstand
· Dank an langjährige Mitglieder der Fraktion

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Liebe Leserinnen und Leser,

in der vergangenen Woche haben die Steglitz-Zehlendorfer Bezirksverordneten zum letzten Mal vor der Sommerpause getagt. Gleichzeitig war dies auch die letzte Sitzung in der Zusammensetzung dieser Legislatur – im September wird in Berlin das Abgeordnetenhaus neu gewählt, und damit auch die Bezirksverordnetenversammlungen. Auf die faule Haut werden wir uns daher nicht legen, sondern stattdessen das Gespräch mit Ihnen suchen: Raus aus den Büros und Sitzungssälen, rauf auf die Straße! Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinungen zu äußern, ihre Wünsche und Hoffnungen zu teilen, aber auch ihre Kritik – nie war das einfacher als jetzt.

Während sich die Berliner Politik also für den Wahlkampf warm läuft, müssen die Schülerinnen und Schüler nur noch für kurze Zeit schwitzen: Am 9. Juli beginnen die Sommerferien! Die letzten Wochen vor der langen Pause stehen traditionell noch einmal im Zeichen der Schulwegsicherheit. Bereits im Mai haben die Rothenburg-Grundschule, das Fichtenberg-Gymnasium, die Käthe-Kruse-Grundschule und die Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule für sichere Schulwege demonstriert. Wir waren natürlich wie immer mit dabei, und tragen die Forderungen der Schulen in die Politik.

In der zu Ende gehenden Legislatur konnten wir viel erreichen: Neue Ampeln, Zebrastreifen, Gehwegvorstreckungen und Tempo-30-Zonen sorgen für mehr Sicherheit. Doch eine zentrale Forderung wartet noch immer auf ihre Umsetzung: Viele Schulen wünschen sich seit langem temporäre Schulzonen, also Straßenabschnitte, die zu Schulbeginn und -ende für den Autoverkehr gesperrt werden. Wie viel eine temporäre Schließung bringen kann, haben die vier Schulen im Mai gezeigt – wo sonst der Verkehr dominiert, gab es plötzlich Platz zum Laufen, Spielen, Begegnen und Durchatmen. Wir setzen uns seit langem dafür ein, dass dies von der Ausnahme zur Regelwird – auch zum Abschluss der Legislatur haben wir noch einmal einen entsprechenden Antrag in die BVV eingebracht. Leider fehlte für einen positiven Beschluss aber die nötige politische Mehrheit.

Gegen erbitterten Widerstand aus der CDU konnten wir in dieser Legislatur immerhin zahlreiche neue Radwege und Tempo-30-Zonen einrichten – und werden alles daran setzen, dass nach der Wahl das Rad nicht zurückgedreht wird. Dass Widerstand gegen eine zeitgemäße Verkehrspolitik jedoch nicht nur von rechts kommt, zeigte sich am Schicksal unseres Antrags, die U3-Verlängerung dazu zu nutzen, den Verkehrsraum auf der Argentinischen und Lindenthaler Allee neu zu verteilen. Sofern nichts anderes mehr beschlossen wird, wird die BVG den Straßenzug nach Abschluss der Bauarbeiten genauso wieder errichten, wie er jetzt ist – mit zwei Autospuren je Richtung und schmalen Fuß- und Radwegen. Stattdessen würden wir hier gerne einen Ausbau im Sinne des Berliner Mobilitätsgesetzes sehen, was vor allem zu einer deutlichen Verbesserung der Situation für Radfahrende führen würde. 

Am Ende waren wir tatsächlich die einzige Fraktion, die sich für eine Neuplanung stark gemacht hat, der Ausschuss votierte mit großer Mehrheit für den autofreundlichen Status Quo. Ein weiterer Antrag, der sich für die Verbesserung der Schulwegsicherheit im Umfeld der Johanna-Gerdes-Grundschule an der Matterhornstraße in Schlachtensee eingesetzt hat, wurde von der BVV im Juni noch einmal in die (nicht mehr tagenden) Ausschüsse verschoben und damit beerdigt.

Wie es im Herbst mit all diesen Vorhaben weitergehen wird, hängt ganz maßgeblich vom Ausgang der Wahl ab. Daher bitten wir Sie: Informieren Sie sich! Ein grün gestrichener Fahrradweg macht noch keine Verkehrswende – damit der Umstieg gelingt, braucht es sichere Wege für alle Verkehrsteilnehmenden, aber auch einen zuverlässigen und schnellen Personennahverkehr. Kaum ein Thema haben wir in der nun zu Ende gehenden Legislatur so intensiv behandelt wie dieses, und diese Arbeit möchten wir gerne fortsetzen – für Berlin, für Steglitz-Zehlendorf, für Sie!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine sichere und erholsame Ferienzeit!

Mit solidarischen Grüßen,
Ihre

Carolyn Macmillan & Norbert Buchta
Fraktionsvorsitzende

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Unsere Initiativen im Juni 2026

Veröffentlicht am 15.06.2026


I. Anträge


Annahme von Schadstoffen bei den BSR-Kieztagen (Drs. 1768/VI)

Die niedrigschwellige Annahme von Schadstoffen im Rahmen der BSR-Kieztage kann dazu beitragen, illegale Entsorgungen zu reduzieren. Unsachgemäß entsorgte Schadstoffe belasten Böden, Gewässer und die Umwelt insgesamt erheblich. Durch ein wohnortnahes und einfach zugängliches Angebot können Bürgerinnen und Bürger Schadstoffe umweltgerecht entsorgen und so aktiv zum Schutz von Natur, Wasser und Boden beitragen. Wir ersuchen daher das Bezirksamt, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass im Rahmen der Kieztage regelmäßig auch die Annahme von Schadstoffen ermöglicht wird. Dabei soll geklärt werden, ob die Schadstoffannahme künftig an allen Kieztag-Terminen im Bezirk angeboten werden kann, welche organisatorischen oder rechtlichen Voraussetzungen hierfür erforderlich sind, und ob die Information der Bürgerinnen und Bürger zu diesem Angebot durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden kann. Wir bitten das Bezirksamt, der BVV über den Stand der Gespräche und mögliche Umsetzungsschritte zu berichten.


Verbesserung der Schulwegsicherheit im Bereich der Johanna-Gerdes-Grundschule (Drs. 1769/VI)

Die Johanna-Gerdes-Grundschule befindet sich in einem ehemaligen Wohnhaus, das von außen nur eingeschränkt als Schule erkennbar ist. Dadurch fehlt vielen Verkehrsteilnehmenden die notwendige Sensibilisierung für querende Kinder. Im Bereich der Matterhornstraße sowie angrenzend an die Salzachstraße besteht nach Einschätzung der Schule und der Elternschaft eine erhebliche Gefährdungslage. Trotz bestehender Tempo-30-Regelungen wird dort häufig zu schnell gefahren. Zusätzlich erschweren parkende Fahrzeuge die Sichtverhältnisse erheblich, sodass Kinder den Verkehr oft nur unzureichend einsehen können und für Autofahrende erst spät sichtbar werden. Darüber hinaus kommt es regelmäßig zu konflikthaften Verkehrssituationen durch Missachtung von Vorfahrtsregeln und aggressives Verhalten einzelner Verkehrsteilnehmer. Besonders besorgniserregend ist, dass es bereits zu einem Unfall gekommen ist, bei dem die Mutter eines Schulkindes angefahren wurde. Eine ausreichend gesicherte Querungsmöglichkeit ist derzeit nicht vorhanden, obwohl ein regelmäßiger und hoher Querungsbedarf durch Schülerinnen und Schüler besteht. Wir ersuchen das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf daher, die Verkehrssituation im Umfeld der Johanna-Gerdes-Grundschule in der Matterhornstraße und der Salzachstraße zu prüfen und geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Schulwegsicherheit umzusetzen. Dabei soll insbesondere geprüft werden, ob in der Matterhornstraße sowie in der Salzachstraße Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) eingerichtet werden können, ob zusätzliche Warn- und Hinweisbeschilderungen, insbesondere „Achtung Kinder“, erforderlich sind, ob Dialog-Displays zur Geschwindigkeitsreduzierung installiert werden können, Halteverbote zur Verbesserung der Sichtbeziehungen ausgeweitet oder angepasst werden sollten sowie ob verstärkte verkehrsrechtliche Kontrollen im Schulumfeld notwendig sind. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen zu einer spürbaren Verbesserung der Schulwegsicherheit beitragen. Die Schulleitung und die Gesamtelternvertretung stehen hinter den vorgeschlagenen Maßnahmen. Dem zuständigen Fachausschuss ist über die Ergebnisse der Prüfung und mögliche Umsetzungsschritte zu berichten.

 

II. Große Anfragen


Sachstand zur geplanten neuen Integrierten Sekundarschule am Ostpreußendamm (Drs. 1760/VI)

Unsere Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan fragte das Bezirksamt:

  1. Welcher Zeitplan wird aktuell für die Baufeldfreimachung des Schulstandorts am Ostpreußendamm zugrunde gelegt?
  2. Welcher Zeitplan wird aktuell für den Beginn der Bauarbeiten zugrunde gelegt?
  3. Welcher Zeitplan wird aktuell für die Fertigstellung der Schule zugrunde gelegt?
  4. Welche wesentlichen Planungs- und Genehmigungsschritte stehen bis zur Realisierung des Vorhabens noch aus?
  5. Welche Raum- und Nutzungskonzepte werden für die Schule vorgesehen und welche pädagogischen Ziele werden hiermit verfolgt?
  6. Welche Zügigkeit wird für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 der Schule zugrunde gelegt?
  7. Welche Schülerzahlenprognosen liegen der Planung der Schule zugrunde?
    a) Mit wie vielen Schülerinnen und Schülern wird künftig im Einzugsbereich gerechnet?
    b) Welche Annahmen zur Bevölkerungsentwicklung in Lichterfelde-Süd liegen diesen Prognosen zugrunde?
    c) Welche Auswirkungen der geplanten und in Umsetzung befindlichen Wohnungsbauvorhaben in Lichterfelde-Süd werden hierbei berücksichtigt?
  8. Ist für den neuen Schulstandort eine eigenständige gymnasiale Oberstufe vorgesehen und welche Zügigkeit wird hierfür zugrunde gelegt?
  9. In welcher Form werden die bestehenden Oberstufenangebote des benachbarten Oberstufenzentrums bei den Planungen für die gymnasiale Oberstufe am neuen Schulstandort berücksichtigt?
  10. Wie wird der zukünftige Bedarf an Plätzen in der gymnasialen Oberstufe für Lichterfelde-Süd eingeschätzt?
    a) Wie hoch wird der zukünftige Bedarf an Oberstufenplätzen eingeschätzt?
    b) Welchen Beitrag soll die neue Oberstufe zur Deckung dieses Bedarfs leisten?
    c) Auf welchen Annahmen beruht diese Einschätzung?
  11. Welche Investitionskosten werden aktuell für das Vorhaben veranschlagt?
  12. Wie wird die finanzielle Absicherung des Vorhabens bewertet?
    a) Werden die derzeit vorgesehenen Mittel für die Umsetzung des Vorhabens als ausreichend eingeschätzt?
    b) Welche Kostenentwicklungen haben sich seit Beginn der Planungen ergeben?
    c) Wird nach aktuellem Stand zusätzlicher Finanzierungsbedarf gesehen?
  13. Welche Konzepte bestehen für die Nutzung der künftig am Schulstandort und in dessen unmittelbarem Umfeld zur Verfügung stehenden Sportanlagen – durch Schule, Vereine und Freizeitsport?
    a) Welche Sportanlagen und Sporthallen werden nach Fertigstellung des Schulstandorts insgesamt zur Verfügung stehen?
    b) Welche schulischen Nutzungen sind vorgesehen?
    c) Welche Nutzungen durch Vereine sind vorgesehen?
    d) Welche Nutzungen für weitere Gruppen und den Freizeitsport sind vorgesehen?
    e) Welche Regelungen zur außerschulischen Nutzung der Sportanlagen sind vorgesehen?
  14. Wie sollen die am Standort bestehenden Angebote der Kinder- und Jugendarbeit künftig in die Entwicklung des Areals eingebunden werden?
  15. In welcher Situation befinden sich die am Standort bestehenden Angebote der Kinder- und Jugendarbeit derzeit und welche Maßnahmen sind vorgesehen, um deren Kontinuität während der weiteren Umsetzung des Vorhabens sicherzustellen?
    a) Wie stellt sich die aktuelle Situation der Angebote dar?
    b) Welche Auswirkungen der Bauphase werden erwartet?
    c) Welche Maßnahmen sind vorgesehen, um die Angebote während der Bauphase aufrechtzuerhalten?
  16. Wie viel des am Standort vorhandenen und als Wald eingestuften Baumbestandes soll für die Umsetzung des Vorhabens gerodet werden?
  17. Welche Ausgleichs-, Ersatz- oder Kompensationsmaßnahmen sind für diese Eingriffe vorgesehen?
    a) Welche Maßnahmen sind geplant?
    b) Wo sollen diese Maßnahmen umgesetzt werden?
    c) In welchem zeitlichen Rahmen sollen diese Maßnahmen erfolgen?
Fahrrad beim Lichterfelder Rundstreckenrennen

Radelnde Eichhörnchen mit SPD-Unterstützung

Veröffentlicht am 10.06.2026

Das Lichterfelder Rundstreckenrennen ist eines der ältesten Fahrrad-Straßenrennen Berlins. Der Wettkampf am Ludwig-Beck-Platz ist vor allem wichtig für die Nachwuchsförderung. Die SPD-Bezirksverordneten unterstützen die Veranstaltung durch Spenden.

Bereits zum 69. Mal fiel in der vergangenen Woche der „Startschuss“ für das traditionelle Lichterfelder Rundstreckenrennen am Ludwig-Beck-Platz. In unterschiedlichen Altersklassen und Professionalisierungsgraden gingen Sportlerinnen und Sportler an den Start. Beim Laufradrennen konnten auch die Kleinsten erste Rennluft schnuppern und mit viel Begeisterung auf die Strecke gehen.

Sandrine Fabre und Martin Matz

Das Radrennen des Zehlendorfer Eichhörnchen e. V. wird mit kurzen Unterbrechungen seit über 70 Jahren ausgetragen und ist damit eines der ältesten Straßenrennen Berlins. Vor allem der hohe organisatorische Aufwand und die damit verbundenen Kosten sind für den Radsportverein eine Herausforderung. „Die Bedeutung des Lichterfelder Rundstreckenrennens für die Nachwuchsförderung ist nicht hoch genug anzusehen. Die Mitglieder der SPD-Fraktion Steglitz-Zehlendorf haben diese großartige Leistung auch in diesem Jahr wieder mit privaten Spenden unterstützt“, berichtet der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta.

Rainer Ziffels, Olemia Flores Ramirez, Alexander Niessen und Martin Matz

Die SPD war auch in diesem Jahr wieder mit einem Infostand vor Ort. SPD-Mitglieder und Bezirksverordnete stellten sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger – ein Angebot, das mit großem Interesse angenommen wurde. „Das traditionelle Rennen zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie lebendig der Radsport in unserem Bezirk ist – im Breiten- und Leistungsbereich, generationsübergreifend und mit großem ehrenamtlichem Engagement organisiert“, so Alexander Niessen, Mitglied im Sportausschuss der BVV Steglitz-Zehlendorf, der am Infostand dabei war. „Wir bedanken uns beim Verein für die geleistete Arbeit!“

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Standpunkt: Sport

Festzelt in einer Kleingartenanlage

Pfingstfeste: SPD-Fraktion unterwegs in den Kleingärten

Veröffentlicht am 08.06.2026

Die traditionellen Pfingstfeste der Gartenkolonien sind auch für die Bezirkspolitik ein Pflichttermin. Bei schönstem Sonnenschein tauschten sich die Bezirksverordneten der SPD-Fraktion mit den Ehrenamtlichen über ihre wichtige Tätigkeit aus.

Kleingärten sind wichtige Orte des Miteinanders. Hier kommen Menschen zusammen, tauschen sich aus, engagieren sich für ihre Gemeinschaft und finden einen Ausgleich zum oft hektischen Alltag in unserer Stadt. Gleichzeitig leisten die Anlagen einen wichtigen Beitrag für das Stadtklima und gehören zu den grünen Lungen Berlins. Da ist es kaum verwunderlich, dass sich die Gärten und Lauben einer zunehmenden Beliebtheit erfreuen – als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten unterstützen wir den Erhalt und die Förderung der Vereine und ihrer Flächen daher mit Überzeugung.

Wie in jedem Jahr haben die Kolonien auch diesmal wieder zu ihren traditionellen Pfingstkonzerten eingeladen. Bei fröhlicher Musik und Leckerem vom Grill haben die Bezirksverordneten der SPD-Fraktion, aber auch zahlreiche Parteimitglieder mit den engagierten Gartenfreundinnen und -freunden viele gute Gespräche geführt über die Bezirkspolitik, ehrenamtliches Engagement und das, was die Vereine für unseren Bezirk leisten. „Der direkte Austausch vor Ort ist und bleibt für unsere politische Arbeit unverzichtbar,“ erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan: „Vielen Dank für den herzlichen Empfang und die offenen Gespräche!“

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Standpunkt: Umwelt und Verkehr

Carolina Böhm und Ina Czyborra auf der Steglitzer Festwoche

Alle Jahre wieder: Steglitzer Festwoche lockt Groß und Klein

Veröffentlicht am 04.06.2026

Die Steglitzer Festwoche ist gestartet, bis zum 7. Juni warten zahlreiche Fahrgeschäfte, Spielangebote und kulinarische Stände im Festpark am Teltowkanal auf die Besucherinnen und Besucher. Die SPD-Fraktion war bei der Eröffnung dabei.

Für die Familien in Steglitz-Zehlendorf ist es ein Pflichttermin, für die Bezirkspolitik sowieso: Am 22. Mai öffnete die Steglitzer Festwoche im Festpark am Teltowkanal ihre Tore. Mit dem traditionellen Fassbieranstich durch Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg gemeinsam mit Michael Roden vom Berliner Schaustellerverband fiel der offizielle Startschuss für eines der größten Bezirksfeste Berlins. Noch bis zum 7. Juni warten zahlreiche Fahrgeschäfte, Spielangebote und kulinarische Stände auf die Besucherinnen und Besucher. Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist der neue Kettenflieger „Around the World XXL“, der in 80 Metern Höhe einen spektakulären Blick über den Bezirk ermöglicht.

Carolyn Macmillan und Bettina Kirsch bei der Steglitzer Festwoche
Neben den Attraktionen auf dem Festgelände gibt es auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Bühnen- und Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Shows und Aktionen für Groß und Klein – bei freiem Eintritt. An der Eröffnung nahmen neben mehreren Mitgliedern der SPD-Fraktion Steglitz-Zehlendorf auch SPD-Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra sowie Gesundheitsstadträtin Carolina Böhm teil. „Man sieht, wie viel Arbeit und Engagement hinter so einem Fest stehen“, meint die SPD-Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan: „Vielen Dank an alle, die die Steglitzer Woche Jahr für Jahr organisieren und damit viele unvergessliche Momente für die Menschen im Bezirk möglich machen!“

Ehemalige und aktuelle Bezirksbürgermeister beim Bieranstich bei der Steglitzer Festwoche

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Standpunkt: Bildung und Kultur

Alan Benson, Julius Gast, Norbert Buchta, Rainer Ziffels und Sarah Maurer von der SPD

Pünktlich zum Fünfzigsten: Ronnebypromenade wiedereröffnet

Veröffentlicht am 02.06.2026

Unter großem Interesse der Berlinerinnen und Berliner wurde die Anlegestelle am Wannsee nach aufwändiger Umgestaltung wiedereröffnet. Schon jetzt erfreut sich die zentrale Freitreppe mit Blick auf den Wannsee großer Beliebtheit.

Eine lange Planungsphase und zweieinhalb Jahre Bauzeit, die sich gelohnt haben: Passend zum 50. Jubiläum der Städtepartnerschaft mit dem schwedischen Ronneby sowie dem diesjährigen Saisonstart der Ausflugsschiffe wurde das Areal rund um den Anleger in Wannsee am vergangenen Freitag feierlich wiedereröffnet. Neben vielen Berlinerinnen und Berlinern nutzten auch die Vertreterinnen und Vertreter der Bezirkspolitik die Gelegenheit, die neugestaltete Anlage zu erkunden. Auf dem Festprogramm standen Ansprachen des Bezirksamtes, Führungen durch die Landschaftsarchitekten, musikalische Begleitung durch die bezirkliche Musikschule und kurze Schifffahrten auf dem Wannsee. Auch eine Delegation aus dem schwedischen Ronneby war zur Einweihung angereist.

Ronnebypromenade mit Blick auf den Großen Wannsee

Die Neugestaltung zeichnet sich besonders durch eine barrierearme Wegeführung, erweiterte Sitzbereiche und eine klarere Gliederung aus. Herzstück der neuen Anlage ist die große Freitreppe mit Sitzstufen und weitem Blick über den Großen Wannsee. Sie führt von der Straße und den Bushaltestellen hinab zum Hafenplatz mit den Stegen der Fahrgastschiffe und der BVG-Fähre. Am Ende der Promenade wurde ein neuer Steg für kleine Sportboote wie Kanus und Kajaks errichtet. Klimaresistente Bäume, Sträucher und Stauden ersetzen und ergänzen den alten Baumbestand. „Mit der neugestalteten Ronnebypromenade gewinnt Steglitz-Zehlendorf nicht nur einen touristischen Anziehungspunkt, sondern auch ein Stück neue Lebensqualität am Wasser“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta, der mit seiner Familie in Wannsee lebt und sich das Ereignis nicht entgehen ließ.

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Standpunkt: Stadtplanung und Wirtschaft

Blick auf den Wannsee

BVV-Newsletter Mai 2026

Veröffentlicht am 01.06.2026

Unsere Themen im Mai 2026:
· Legislatur-Endspurt
· Ronnebypromenade eröffnet
· Steglitzer Festwoche
· Pfingstfeste der Kleingärten
· Lichterfelder Rundstreckenrennen

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Liebe Leserinnen und Leser,

die laufende Legislatur – Wahlperiode VI unseres Bezirks – geht mit schnellen Schritten ihrem Ende zu. Im September wird das Berliner Abgeordnetenhaus neu gewählt, und damit auch die Bezirksverordnetenversammlungen. Am 17. Juni wird die BVV Steglitz-Zehlendorf ein letztes Mal zusammentreten, danach geht es in die Sommerpause.

Dass der Wahlkampf bereits auf Hochtouren läuft, ist auch daran zu sehen, dass die neu eingebrachten Anträge und Initiativen nicht mehr um ihrer selbst willen geschrieben werden, sondern in erster Linie als politische Positionsbestimmung dienen sollen: Was jetzt in einen der Ausschüsse geht, das kommt nicht mehr heraus. Alle Anträge, die sich jetzt noch in der Beratung befinden, fallen am Ende der Legislatur aus dem System und müssen von der nächsten BVV neu eingereicht, verhandelt und beschlossen werden.

Was auf den ersten Blick nach reiner Selbstbeschäftigung eines entrückten Politikbetriebs klingen mag, erfüllt bei näherem Hinsehen jedoch eine wichtige Funktion: Keine Fraktion in der BVV verfügt über eine absolute Mehrheit, infolgedessen müssen für Beschlüsse Mehrheiten gesucht werden. Ähnlich wie in einer Koalition auf Landes- oder Bundesebene kann es daher auch in einer bezirklichen Zählgemeinschaft nie ein „SPD pur“, „Grüne pur“ oder „FDP pur“ geben: Wenn eine der Partnerinnen ihr Veto einlegt, wird der schönste Antrag nicht das Licht der Öffentlichkeit erblicken (wobei Sie als Leserinnen und Leser unseres BVV-Newsletters im Vorteil sind, da wir Ihnen hier regelmäßig bereits die Entwürfe unserer Anträge vorstellen – falls Sie den Newsletter also noch nicht abonniert haben, dann tun Sie es am besten sofort unter diesem Link).

Infolgedessen können die Initiativen am Ende einer Legislatur einen wertvollen Eindruck davon vermitteln, wie unsere Anträge aussehen würden, wenn wir uns nicht im Vorfeld mit anderen abstimmen müssten – gerade für unentschlossene Wählerinnen und Wählern lohnt sich daher ein genauer Blick:

Im März haben wir uns unter anderem für öffentliche Räume ohne Konsumzwang stark gemacht. Das Bezirksamt sollte die ihm zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, damit bei Entwicklungsprojekten ausreichend Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen werden, die Menschen allen Alters nutzen können, ohne dafür Geld bezahlen zu müssen. Hätten Sie gerne? Leider gab es dafür in der BVV (und in der Zählgemeinschaft) keine Mehrheit.

Ebenfalls ohne Mehrheit ist unsere Forderung, den Straßenraum in der Argentinischen und Lindenthaler Allee nach Abschluss der Bauarbeiten für die Verlängerung der U-Bahn in einer heute zeitgemäßen Form neu zu planen. Stattdessen wünscht sich eine Mehrheit der Bezirksverordneten, dass es nach Schließung der Baugrube unverändert wieder zwei Autospuren je Richtung nebst schmalem Wurzel-Radweg an den Rändern geben soll.

Viele Schulen in unserem Bezirk wünschen sich eine temporäre Schulzone vor ihrem Eingang – also eine Sperrung der Straße für den Autoverkehr zu Schulbeginn und -ende. Wir fordern dies schon lange, konnten dafür aber in der Zählgemeinschaft keine Mehrheit finden. Im April haben wir den Antrag trotzdem eingebracht.

Dies sind nur drei Beispiele dafür, wie „SPD pur“ in der BVV Steglitz-Zehlendorf aussehen könnte. Aus der Opposition heraus fordert es sich da natürlich deutlich leichter. Ist Regierung also „Mist“, um das berühmte Zitat eines ehemaligen SPD-Parteichefs ins Gegenteil zu kehren? Natürlich nicht. In der nun zu Ende gehenden Legislatur haben wir viel für unseren Bezirk erreicht, der das Leben und den Alltag der Menschen spürbar verbessert hat. Dinge, die wir aus der Opposition heraus niemals erreicht hätten.

Da ist zuallererst der Bereich Schulwegsicherheit: Auch wenn wir uns mehr erhofft hätten (Stichwort Schulzonen), so ist es uns doch gelungen, die Sicherheit auf den Straßen unseres Bezirks spürbar zu erhöhen. Im Umfeld der Schulen gibt es heute deutlich mehr Gehwegvorstreckungen, Ampeln, Zebrastreifen und Tempo-30-Zonen als noch 2021. Auch den Ausbau der Radwege konnten wir im Bezirk spürbar voranbringen.

Wir hören zu – und das nicht nur kurz vor der Wahl. Aus diesem Grund haben wir uns für klare und verlässliche Regeln zur Beteiligung der Menschen in unserem Bezirk an den sie betreffenden Verwaltungsentscheidungen eingesetzt. Auf unsere Initiative hin wurde das Thema bereits im Zählgemeinschaftsvertrag von 2021 festgeschrieben – und wir haben geliefert: Unter Federführung von SPD-Stadträtin Carolina Böhm wurden im Juli 2023 die Leitlinien für Beteiligung verabschiedet, wenige Monate später der Raum für Beteiligung eröffnet, der als Schnittstelle zwischen den Bürgerinnen und Bürgern, der Bezirksverwaltung und der Politik dient. Die Geschäftsordnung der BVV wurde an die neuen Beteiligungsformate angepasst. Und schließlich wurde Anfang 2026 das neue Kinder- und Jugendparlament eingerichtet, das auch den jungen Menschen in Steglitz-Zehlendorf eine Stimme verleiht. 

Damit Mitbestimmung und Teilhabe funktionieren, braucht es aber auch Transparenz. Nur wer informiert ist, kann sich eine fundierte Meinung bilden und diese auch argumentativ vertreten. Eine weitere SPD-Forderung, die es erst in den Zählgemeinschaftsvertrag und schließlich durch die BVV geschafft hat, ist die Einrichtung eines Live-Streams der Sitzungen der Bezirksverordnetenversammlung. Seit rund zweieinhalb Jahren kann die Öffentlichkeit die Debatten und Anfragen im Plenum live verfolgen – zwar mit vereinzelten Unterbrechungen und ohne Speicherung, doch immerhin: Ein erster Schritt ist vollbracht. Und manchmal ist es eben erfolgversprechender, auf dem langen Weg alle Beteiligten mitzunehmen, als durch emotionale Forderungen maximalen Widerstand zu provozieren. Auch das unterscheidet gelebte politische Verantwortung von der schnelllebigen Oppositionsarbeit. 

Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir unseren Beitrag leisten konnten, dass sich unser Bezirk in den zurückliegenden Jahren positiv entwickelt hat. Steglitz-Zehlendorf ist und bleibt ein lebenswerter, sicherer Ort für alle Generationen. Doch bei allen Erfolgen gibt es noch immer viel zu tun. Was sich die Menschen in unserem Bezirk wünschen, wo der Schuh drückt – während der kommenden Wahlkampfmonate werden sich viele Gelegenheiten bieten, darüber mit uns zu sprechen. Schon jetzt finden Sie die Mitglieder der SPD-Fraktion regelmäßig an den Infoständen auch bei Ihnen vor Ort. Kommen Sie vorbei!

Bevor die Legislatur ganz an ihrem Ende angekommen ist, möchten wir uns noch einmal von ganzem Herzen bei allen bedanken, die den Bezirk mit ihrem Mut, ihrem Engagement, ihrer Aufmerksamkeit, ihrer Kreativität und ihrem Mitgefühl prägen. Aus diesem Grund laden wir auch in diesem Jahr wieder ein zum großen Sommerempfang der SPD-Fraktion Steglitz-Zehlendorf. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen, Initiativen und Organisationen möchten wir bei kühlen Getränken und kleinen Snacks auf die zurückliegenden fünf Jahre blicken – und mit Tatkraft und Optimismus auf die vor uns liegenden Aufgaben, Herausforderungen und Erfolge anstoßen.

Wir wünschen Ihnen und uns einen ehrlichen, fairen und respektvollen Wahlkampf, sowie eine schöne und abwechslungsreiche Sommerzeit!

Mit solidarischen Grüßen,
Ihre

Carolyn Macmillan & Norbert Buchta
Fraktionsvorsitzende

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Unsere Initiativen im Mai 2026

Veröffentlicht am 18.05.2026


I. Anträge


Regelmäßige Katastrophenschutz-Übungen im Bezirk durchführen (Drs. 1713/VI)

Die jüngsten Erfahrungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Stromausfall im Januar 2026, haben gezeigt, dass die bestehenden Strukturen im Katastrophenschutz grundsätzlich vorhanden, jedoch in der praktischen Anwendung nicht ausreichend eingespielt sind. Verzögerungen bei der Einbindung von Hilfsorganisationen sowie Unsicherheiten hinsichtlich Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnissen haben den Ablauf erschwert. Regelmäßige, bezirksweite Übungen sind daher notwendig, um Abläufe zu standardisieren, Schnittstellen zu optimieren und die Reaktionsfähigkeit im Ernstfall deutlich zu erhöhen. Nur durch gemeinsames Training aller beteiligten Organisationen kann sichergestellt werden, dass im Krisenfall schnell, koordiniert und effektiv gehandelt wird. Darüber hinaus stärken solche Übungen die Zusammenarbeit zwischen den Organisationen sowie das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Katastrophenschutzes im Bezirk. Wir ersuchen daher das Bezirksamt, mindestens einmal jährlich eine bezirkliche Katastrophenschutzübung unter Einbindung aller relevanten Akteure durchzuführen. Hierzu zählen insbesondere die im Katastrophenschutz tätigen Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter-Bund sowie weitere „weiße Organisationen“, ebenso wie Feuerwehr, Polizei und andere beteiligte Stellen. Die Übungen sollen realitätsnahe Szenarien abbilden (z.B. Stromausfall, Großschadenslage, Extremwetterereignisse) und insbesondere die Zusammenarbeit, Kommunikationswege, Zuständigkeiten sowie Entscheidungsabläufe zwischen den beteiligten Akteuren erproben und verbessern. Das Bezirksamt wird zudem gebeten, die Ergebnisse der Übungen auszuwerten und der Bezirksverordnetenversammlung regelmäßig über identifizierte Verbesserungsbedarfe zu berichten.


Alarm- und Einsatzplan für den Katastrophenschutz entwickeln (Drs. 1714/VI)

Die Schaffung von zwei Stellen für Katastrophenschutzbeauftragte in den Bezirken bietet die Chance, Strukturen besser zu koordinieren und damit nachhaltig zu stärken. Die Erfahrungen aus vergangenen Einsatzlagen haben gezeigt, dass Unsicherheiten hinsichtlich Zuständigkeiten und Entscheidungsbefugnissen dazu führen können, dass vorhandene Kapazitäten nicht rechtzeitig genutzt werden. Wir ersuchen daher das Bezirksamt, unter Einbindung der Katastrophenschutzbeauftragten einen standardisierten Alarm- und Einsatzplan für den Bezirk zu entwickeln und umzusetzen. Ziel ist es, klare und verbindliche Regelungen zu schaffen, welche Akteure in welchen Lagen handlungsbefugt sind, und wie die Alarmierungs- und Entscheidungsprozesse strukturiert ablaufen. Dabei sollen insbesondere abgestufte Eskalationsstufen unterhalb der formalen Ausrufung einer Großschadenslage definiert werden, um frühzeitiges und eigenständiges Handeln zu ermöglichen. Der Einsatzplan soll gemeinsam mit den im Bezirk tätigen Hilfsorganisationen – unter anderem dem Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Feuerwehr, der Polizei, den Trägern der freien Wohlfahrtshilfe sowie weiteren relevanten Stellen – erarbeitet werden. Die neuen Katastrophenschutzbeauftragten können hierbei eine zentrale Rolle einnehmen, indem sie als koordinierende Schnittstelle fungieren und die Entwicklung sowie kontinuierliche Fortschreibung eines solchen Plans sicherstellen und kontinuierlich weiterentwickeln. Das Bezirksamt wird gebeten, der Bezirksverordnetenversammlung über den Stand der Erarbeitung sowie die Ergebnisse zu berichten.


Anzahl der Kältehilfeplätze im Bezirk erhöhen (Drs. 1715/VI)

Die im vergangenen Winter neu eingerichteten Kältehilfeplätze im Steglitzer Kreisel wurden gut in Anspruch genommen, die Auslastung war hoch. Der Standort im Herzen von Steglitz hat sich bewährt. Das Angebot spricht sich langsam unter den Bedürftigen herum. Wir ersuchen daher das Bezirksamt, die Anzahl der im Bezirk angebotenen Kältehilfeplätze in den kommenden Perioden deutlich zu erhöhen und zu prüfen, inwieweit die bisherigen, täglichen Öffnungszeiten verlängert werden können. Die gesamtstädtische Steuerung entlässt den Bezirk nicht aus der Verantwortung, ein tragfähiges, dem Bedarf entsprechendes Angebot zu machen!


Reinigung der Areale rund um die Unterstützungskonstruktion unter der Autobahnbrücke der A103 (Drs. 1716/VI)

Die Unterstützungskonstruktion unter der Autobahnbrücke der A103 am Rathaus Steglitz wurde aus Sicherheitsgründen angelegt, um den Straßenverkehr auf und unterhalb der Brücke aufrecht zu erhalten. Dabei handelt es sich um massive Beton- und Stahlbauwerke, die großflächig umzäunt sind. Ein Ersatzbau der Brücke ist weiterhin nicht terminiert und kann noch Jahre dauern. Der Bereich um und unter der Unterstüzungskonstruktion hat sich jedoch bereits jetzt zu einer ausgesprochen schmuddeligen und schmutzigen Fläche entwickelt. Diverser Müll sammelt sich in den genannten Bereichen an. Die BSR und der Bezirk können dort mangels Zuständigkeit nicht reinigen. Dies ist nicht länger tolerierbar. Bürgerinnen und Bürger beschweren sich zurecht über den aktuellen Zustand. Wir ersuchen daher das Bezirksamt, sich erneut und mit Nachdruck bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die Areale rund um die Unterstützungskonstruktion zeitnah und künftig in regelmäßigen Abständen gereinigt werden.


Fahrradbügel vor der Hellenischen Gemeinde (Drs. 1717/VI)

Die Hellenische Gemeinde in der Mittelstraße ist ein beliebter Treffpunkt und stellt ihre Räumlichkeiten auch anderen Institutionen für Veranstaltungen zur Verfügung. Bislang gibt es vor dem Gebäude keine geeigneten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, die dort dann „wild“ abgestellt werden. Wir bitten daher das Bezirksamt, Fahrradbügel vor beziehungsweise in Nähe des Gemeindehauses zu installieren. Wegen des geringen Platzes direkt am Eingang ist es sinnvoll, sich vor der Installierung über die Anzahl und die genaue Positionierung der Bügel mit der Gemeinde ins Benehmen zu setzen. Der Gemeindevorsitzende begrüßt die Idee.


Eine erste Schulstraße für Steglitz-Zehlendorf (Drs. 1718/VI)

Schulzonen erleichtern das sichere Ankommen der Schülerinnen und Schüler an ihren jeweiligen Schulen. Trotz vielfältiger Bemühungen hat sich die Verkehrssituation gerade zu den Hol- und Bringezeiten der Kinder nicht verbessert; es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Appelle an die Elternschaft helfen meist nur kurzfristig, wenn sie überhaupt messbar sind. Viele Schulen im Bezirk treten schon seit längerer Zeit für die Einrichtung von Schulzonen ein und demonstrieren regelmäßig während der Schulzonenaktionen des Vereins „Changing Cities“ dafür. Wir ersuchen daher das Bezirksamt, in Kooperation mit dem bezirklichen Netzwerk für Schulwegsicherheit eine Grundschule auszuwählen, an der möglichst zeitnah beispielhaft eine Schulzone als temporäres Projekt eingerichtet wird mit allen dazu nötigen verkehrsrechtlichen Anordnungen. Dies soll in enger Abstimmung mit dem zuständigen Polizeiabschnitt und den Mitarbeitenden des Ordnungsamtes geschehen.


Rik De Lisle auf die Straßenbenennungsliste aufnehmen und eine vorzeitige Benennung des bisher namenlosen Platzes an der Scheelestraße prüfen (Drs. 1719/VI)

Moderator Rik De Lisle prägte die Berliner Radiolandschaft über viele Jahrzehnte: Viele junge Menschen in West-Berlin, aber auch in der DDR kamen durch seine Sendungen erstmals in Kontakt mit aktueller, amerikanischer Musik. Er erweiterte den kulturellen Horizont seiner Hörerinnen und Hörer beiderseits der Mauer und trug damit zum friedlichen Austausch und Verständnis über alle Grenzen hinweg bei. Vor dem Hintergrund der Entfremdung während des Vietnamkriegs setzte er sich für ein positives Amerika-Bild ein. Nach dem Mauerfall baute er Brücken zwischen Musikerinnen und Musikern aus Ost und West. Mit unserem Bezirk verbindet Rik De Lisle eine lange Beziehung: Ab 1978 ging er beim American Forces Network (AFN) in der Podbielskiallee in Dahlem auf Sendung. Seine letzten Lebensjahre war De Lisle in Lichterfelde zuhause und seinem Kiez eng verbunden. Wir ersuchen daher das Bezirksamt, Rik De Lisle auf die Straßenbenennungsliste des Bezirkes aufzunehmen und unabhängig davon eine außerordentliche, vorzeitige Benennung des bisher namenlosen Platzes an der Scheelestraße zu prüfen. Dieser bietet sich für eine Benennung an, da er offiziell keinen Namen trägt, zudem befindet er sich in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Truppenübungsplatzes Parks Range, wodurch eine deutsch-amerikanische Verbindung bereits gegeben ist. Gerade in heutigen Zeiten wäre eine Straßenbenennung nach Rik De Lisle ein wichtiges Zeichen für die deutsch-amerikanische Freundschaft. Das Bezirksamt soll sich daher bemühen, eine Ausnahme von der sonst üblichen, fünfjährigen Wartefrist zu ermöglichen.


Feste Ansprechperson für gute Arbeit auch in unserem Bezirk (Drs. 1720/VI)

Der Fachkräftemangel wird immer gravierender. Das Bezirksamt soll daher prüfen, ob und wie auch in Steglitz-Zehlendorf eine hauptamtliche Beauftragte beziehungsweise ein Beauftragter für Gute Arbeit und Ausbildung im Bezirksamt berufen werden kann. Dabei sollen die Erfahrungen anderer Bezirke, wie zum Beispiel Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg, mit diesem Aufgabengebiet berücksichtigt werden, und auch ein Austausch mit dem DGB Berlin-Brandenburg stattfinden. Mit der Benennung einer festen Ansprechperson für Gute Arbeit und Ausbildung kann unser Bezirk als Wirtschaftsstandort gestärkt und seine Attraktivität erhöht werden. Gute Arbeitsbedingungen sind wichtig, damit sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wohlfühlen und gerne zur Arbeit kommen. Eine gesunde Work-Life-Balance wird immer wichtiger. Gleichzeitig können sozialversicherungspflichtige und tarifvertraglich geregelte Arbeitsverhältnisse im Bezirk gestärkt werden. Die Ansprechperson für Gute Arbeit kann sowohl Unternehmen beraten und unterstützen, als auch Ansprechpartnerin für Arbeitnehmer, Arbeitnehmerinnen und Auszubildende unter anderem bei Fragen zum Beschäftigungsverhältnis, zur Entlohnung, zu Arbeitsbedingungen oder zur Mitbestimmung am Arbeitsplatz sein.


Gedenkfeier anlässlich des 90. Jahrestages des Angriffs auf Guernica (Drs. 1733/VI)

Wir ersuchen das Bezirksamt, im kommenden Jahr anlässlich des 90. Jahrestags eine Feier zum Gedenken an die Opfer des Angriffs der sogenannten „Legion Condor“ auf die Stadt Guernica zu organisieren. Zur Vorbereitung sollen sowohl der deutsch-baskische Kulturverein als auch weitere Initiativen, die sich für die Benennung des Guernica-Platzes und der Aufrechterhaltung des Gedenkes an die Opfer aktiv eingebracht haben, eingebunden werden. Des Weiteren wird das Bezirksamt ersucht, gemeinsam mit dem deutsch-baskischen Kulturverein zu prüfen, ob anlässlich des Jahrestags ein Ableger des „Guernica-Baums“ (Eiche) als Zeichen für Frieden im Umfeld des Platzes gepflanzt werden kann.

 

II. Kleine Anfragen


LoGiK – Lots*innen für Gesundes Aufwachsen in kinderärztlichen Praxen (Drs. 1721/VI)

Unser Bezirksverordneter Rainer Ziffels fragte das Bezirksamt:

  1. Seit wann gibt es das Programm „LoGiK – Lots*innen für Gesundes Aufwachsen“ in kinderärztlichen Praxen, und was war beziehungsweise ist die dahinterstehende Motivation für die Einführung? Was ist deren Aufgabe?
  2. Wie ist die Finanzierung dieses Programms?
  3. Welche Rückmeldungen gibt es bislang dazu? Sollte das Programm ausgeweitet werden und gegebenenfalls eine Regelfinanzierung erhalten?


Wie ist der Stand der Dinge bei der „Umdeutung“ der Spanischen Allee? (Drs. 1722/VI)

Unser Fraktionsvorsitzender Norbert Buchta fragte das Bezirksamt:

  1. Die BVV Steglitz-Zehlendorf hat am 14. September 2022 beschlossen, eine „Umdeutung“ der Spanischen Allee, die bis heute der nationalsozialistischen „Legion Condor“ gewidmet ist, zu prüfen und dem zuständigen Ausschuss bis Ende 2022 zu berichten. Ist das Amt diesem Beschluss nachgekommen?
  2. Falls ja, warum gab es keine Vorlage zur Kenntnisnahme?
  3. Wann wird das Amt die Vorlage zur Kenntnisnahme veröffentlichen?
  4. Falls nein, warum nicht?
  5. Welche konkreten Schritte hat das Amt in den vergangenen dreieinhalb Jahren unternommen, um dem Beschluss nachzukommen (bitte mit Datum)?
  6. Welche Schritte stehen bis zum Abschluss der Prüfung noch aus?

 

II. Große Anfragen


Zukunft der Nahversorgung Brieger Straße/Wedellstraße in Lankwitz (Drs. 1724/VI)

Unsere Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan fragte das Bezirksamt:

  1. Wie bewertet das Bezirksamt den Wegfall des Supermarktes im Nahversorgungszentrum Brieger Straße, insbesondere im Hinblick auf die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung?
  2. Hält das Bezirksamt die Versorgung durch weiter entfernte Standorte (circa 500 bis 600 Meter) für ausreichend, insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen? Sieht es die fußläufige Versorgung weiterhin als gewährleistet an?
  3. Was hat das Bezirksamt bislang konkret unternommen, um die Nahversorgung am Standort wiederherzustellen?
  4. Welche Kenntnisse hat das Bezirksamt über die Gründe für die Beendigung des Mietverhältnisses mit dem bisherigen Supermarkt?
  5. Welche Kenntnisse hat das Bezirksamt über Vertragslaufzeiten, Befristungen und Leerstände bei Gewerbeflächen am Standort?
  6. Welche konkreten Entwicklungen sind dem Bezirksamt bei derzeit leerstehenden oder frei werdenden Gewerbeflächen am Standort bekannt? Welche Veränderungen haben sich dort in den letzten Monaten ergeben, insbesondere im Hinblick auf Neuvermietungen, Vertragslaufzeiten und Leerstände?
  7. Welche Kenntnisse hat das Bezirksamt über befristete Mietverträge in Immobilien des Eigentümers? Sieht das Bezirksamt einen Zusammenhang zwischen solchen Befristungen und möglichen Planungen des Eigentümers?
  8. Liegen dem Bezirksamt Bauvoranfragen oder Bauanträge zum Standort vor? Wurde gegenüber dem Bezirksamt darüber hinaus ein möglicher Abriss oder eine grundlegende bauliche Veränderung des Standorts thematisiert, und gibt es hierzu schriftliche oder mündliche Hinweise? Wenn ja, wann und in welcher Form wurde dies thematisiert?
  9. Ist dem Bezirksamt bekannt, ob der Eigentümer auch bei anderen Gewerbeimmobilien in Berlin vergleichbare Modelle anwendet, insbesondere im Hinblick auf längere Leerstandsphasen sowie kurze oder befristete Mietverträge? Liegen dem Bezirksamt Erkenntnisse vor, welche weiteren Schritte in solchen Fällen üblicherweise folgen, insbesondere im Hinblick auf Weiterverkäufe, grundlegende bauliche Veränderungen oder Abriss und Neubau?
  10. Welche konkreten Planungen, Gespräche oder Zusagen zur Wiederansiedlung eines Nahversorgers am Standort sind dem Bezirksamt bekannt?
    a) Wann haben Gespräche mit dem Eigentümer stattgefunden?
    b) Welche konkreten Zusagen wurden gemacht?
    c) Warum wird eine Wiederansiedlung erst langfristig erwartet (circa 2032)?
    d) Gibt es in diesem Zusammenhang Hinweise auf Abriss oder Neubau?
  11. Welche Möglichkeiten sieht das Bezirksamt für vorübergehende Nahversorgungsangebote am Standort oder im unmittelbaren Umfeld? Welche weiteren Maßnahmen werden ergriffen oder geprüft, um auch andere Einrichtungen der Grundversorgung – insbesondere eine Apotheke – zumindest übergangsweise zu sichern?
  12. Wie bewertet das Bezirksamt den Wegfall weiterer Einrichtungen der Grundversorgung am Standort, insbesondere der Apotheke, und wie bewertet es die Entwicklung, dass insgesamt Einrichtungen der wohnortnahen Grundversorgung an diesem Standort abnehmen? Welche Maßnahmen werden ergriffen oder geprüft, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Versorgung der Anwohnerinnen und Anwohner insgesamt sicherzustellen?
  13. Sind dem Bezirksamt Bodenuntersuchungen oder Bohrungen auf den Flächen bekannt? Gibt es Hinweise auf mögliche Altlasten?
  14. Wird das Bezirksamt sicherstellen, dass Bauvoranfragen, Bauanträge sowie Abrissanträge oder entsprechende Anzeigen zum Standort Brieger Straße der BVV und insbesondere dem zuständigen Stadtentwicklungsausschuss unaufgefordert vorgetragen werden, bevor hierzu Entscheidungen getroffen beziehungsweise Bescheide erteilt werden?

 

Guernica-Gedenken: Bezirksamt bremst bei Umwidmung

Veröffentlicht am 15.05.2026

Die SPD-Fraktion gedachte des Angriffs auf die Bevölkerung in der baskischen Stadt Guernica im April 1937 – und fordert für den 90. Jahrestag eine offizielle Gedenkfeier des Bezirksamts. Bis dahin sollte auch endlich die Spanische Allee umgewidmet sein.

Am 26. April 1937 wurde die baskische Stadt Guernica von der deutschen Luftwaffe bombardiert. Der Angriff im Spanischen Bürgerkrieg traf gezielt die Zivilbevölkerung und wurde zu einem Symbol für die Schrecken moderner Kriegsführung. Tausende Menschen verloren ihr Zuhause, viele ihr Leben. Am vergangenen Sonntag wurde wie in jedem Jahr dieses Verbrechens gedacht. Auf dem Guernicaplatz in Schlachtensee wurde dabei auch an die deutsche Verantwortung erinnert und an das klare Bekenntnis: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Der Name des Platzes geht auf eine Initiative der SPD zurück, die damit gleichzeitig auf einen weiterhin anhaltenden Missstand aufmerksam machen wollte: Die Benennung der Spanischen Allee zu Ehren der faschistischen „Legion Condor“ – eben jenes verbrecherischen Verbands der Luftwaffe, der für die Zerstörung der Stadt Guernica und den Tod so vieler Zivilisten verantwortlich gewesen war. Nach jahrelangem Einsatz der SPD hatte die Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf im September 2022 endlich beschlossen, die Widmung der Straße anzupassen – und anstatt einer Gruppe von Kriegsverbrechern der europäischen Einigung, der deutsch-spanischen Freundschaft und des Siegs über den Faschismus zu gedenken.

Michael Karnetzki, Olemia Flores Ramirez, Alexander Grapentin, Norbert Buchta, Roman Gerhardt

Tatsächlich hat das Amt das Prüfverfahren bis heute nicht abgeschlossen, wurde die Widmung nicht geändert. Für die kommende Sitzung der BVV hat die SPD-Fraktion daher eine Anfrage eingereicht, in der sie sich nach dem Stand des Verfahrens erkundigt. Das Amt wird zudem aufgefordert, darzulegen, welche konkreten Schritte es in den vergangenen dreieinhalb Jahren unternommen hat, um dem Beschluss nachzukommen. „Wir würden uns sehr wünschen, dass bis zum kommenden Jahr, in dem wir des 90. Jahrestags der Zerstörung von Guernica gedenken, diese unpassende ‚Ehrung‘ endlich aus dem Straßenbild unseres Bezirks verschwunden ist“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta, der auch in diesem Jahr wieder mit Mitgliedern der Fraktion sowie der lokalen SPD-Abteilung Seenplatte am Gedenken teilgenommen hat. Für den 90. Jahrestag im kommenden Jahr möchte die SPD-Fraktion außerdem erreichen, dass das Bezirksamt die offizielle Gedenkfeier gemeinsam mit dem deutsch-baskischen Kulturverein ausrichtet. „Es wäre schön, wenn dann auch der Platz und das Schild etwas gereinigt und hergerichtet werden könnten“, wünscht er sich.

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Standpunkt: Bildung und Kultur

Rik De Lisle

Berliner Radiolegende: Den „alten Ami“ ehren

Veröffentlicht am 13.05.2026

Radiomoderator Rik De Lisle begeisterte Generationen von Radiohörenden und brachte den Berlinerinnen und Berlinern die moderne amerikanische Musik näher. Ende März ist De Lisle verstorben, die SPD-Fraktion möchte ihn mit einer Platzbenennung ehren.

Am 30. März ist der bekannte Moderator Rik De Lisle im Alter von 79 Jahren verstorben. Der gebürtige Amerikaner prägte die Berliner Radiolandschaft über viele Jahrzehnte: Viele junge Menschen in West-Berlin, aber auch in der DDR kamen durch seine Sendungen erstmals in Kontakt mit aktueller, amerikanischer Musik. Er erweiterte den kulturellen Horizont seiner Hörerinnen und Hörer beiderseits der Mauer, und trug damit zum friedlichen Austausch und Verständnis über alle Grenzen hinweg bei. Vor dem Hintergrund der Entfremdung während des Vietnamkriegs setzte er sich für ein positives Amerika-Bild ein. Nach dem Mauerfall baute er Brücken zwischen Musikerinnen und Musikern aus Ost und West.

Mit unserem Bezirk verbindet Rik De Lisle eine lange Beziehung: Ab 1978 ging er beim American Forces Network (AFN) in der Podbielskiallee in Dahlem auf Sendung. Seine letzten Lebensjahre war De Lisle in Lichterfelde zuhause, und seinem Kiez eng verbunden.

Die SPD-Fraktion möchte De Lisle angemessen würdigen und schlägt daher vor, eine Straße oder einen Platz im Bezirk nach ihm zu benennen. „Gerade in heutigen Zeiten wäre eine Straßenbenennung nach Rik De Lisle ein wichtiges Zeichen für die deutsch-amerikanische Freundschaft“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan, die selbst kanadische Wurzeln hat. Sie beantragt daher, Rik De Lisle auf die bezirkliche Straßenbenennungsliste zu setzen. „In den kommenden Jahren wird es im Neubaugebiet in Lichterfelde Süd eine Reihe von Straßen zu benennen geben – ich würde mich freuen, wenn eine davon Rik De Lisle gewidmet würde“. Zunächst sei jedoch die gesetzliche Frist von fünf Jahren nach dem Tod abzuwarten, bevor eine Straße oder ein Platz nach einer Person benannt werden dürfe, so Macmillan.

Ein sehenswertes filmisches Portrait über Rik De Lisle von Patrick Meyer vom Kiez.Report finden Sie unter diesem Link (YouTube).

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Standpunkt: Bildung und Kultur

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