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Bildung und Kultur

Carolina Böhm und Ina Czyborra auf der Steglitzer Festwoche

Alle Jahre wieder: Steglitzer Festwoche lockt Groß und Klein

Veröffentlicht am 04.06.2026

Die Steglitzer Festwoche ist gestartet, bis zum 7. Juni warten zahlreiche Fahrgeschäfte, Spielangebote und kulinarische Stände im Festpark am Teltowkanal auf die Besucherinnen und Besucher. Die SPD-Fraktion war bei der Eröffnung dabei.

Für die Familien in Steglitz-Zehlendorf ist es ein Pflichttermin, für die Bezirkspolitik sowieso: Am 22. Mai öffnete die Steglitzer Festwoche im Festpark am Teltowkanal ihre Tore. Mit dem traditionellen Fassbieranstich durch Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg gemeinsam mit Michael Roden vom Berliner Schaustellerverband fiel der offizielle Startschuss für eines der größten Bezirksfeste Berlins. Noch bis zum 7. Juni warten zahlreiche Fahrgeschäfte, Spielangebote und kulinarische Stände auf die Besucherinnen und Besucher. Ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist der neue Kettenflieger „Around the World XXL“, der in 80 Metern Höhe einen spektakulären Blick über den Bezirk ermöglicht.

Carolyn Macmillan und Bettina Kirsch bei der Steglitzer Festwoche
Neben den Attraktionen auf dem Festgelände gibt es auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Bühnen- und Veranstaltungsprogramm mit Konzerten, Shows und Aktionen für Groß und Klein – bei freiem Eintritt. An der Eröffnung nahmen neben mehreren Mitgliedern der SPD-Fraktion Steglitz-Zehlendorf auch SPD-Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra sowie Gesundheitsstadträtin Carolina Böhm teil. „Man sieht, wie viel Arbeit und Engagement hinter so einem Fest stehen“, meint die SPD-Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan: „Vielen Dank an alle, die die Steglitzer Woche Jahr für Jahr organisieren und damit viele unvergessliche Momente für die Menschen im Bezirk möglich machen!“

Ehemalige und aktuelle Bezirksbürgermeister beim Bieranstich bei der Steglitzer Festwoche

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Standpunkt: Bildung und Kultur

Guernica-Gedenken: Bezirksamt bremst bei Umwidmung

Veröffentlicht am 15.05.2026

Die SPD-Fraktion gedachte des Angriffs auf die Bevölkerung in der baskischen Stadt Guernica im April 1937 – und fordert für den 90. Jahrestag eine offizielle Gedenkfeier des Bezirksamts. Bis dahin sollte auch endlich die Spanische Allee umgewidmet sein.

Am 26. April 1937 wurde die baskische Stadt Guernica von der deutschen Luftwaffe bombardiert. Der Angriff im Spanischen Bürgerkrieg traf gezielt die Zivilbevölkerung und wurde zu einem Symbol für die Schrecken moderner Kriegsführung. Tausende Menschen verloren ihr Zuhause, viele ihr Leben. Am vergangenen Sonntag wurde wie in jedem Jahr dieses Verbrechens gedacht. Auf dem Guernicaplatz in Schlachtensee wurde dabei auch an die deutsche Verantwortung erinnert und an das klare Bekenntnis: Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Der Name des Platzes geht auf eine Initiative der SPD zurück, die damit gleichzeitig auf einen weiterhin anhaltenden Missstand aufmerksam machen wollte: Die Benennung der Spanischen Allee zu Ehren der faschistischen „Legion Condor“ – eben jenes verbrecherischen Verbands der Luftwaffe, der für die Zerstörung der Stadt Guernica und den Tod so vieler Zivilisten verantwortlich gewesen war. Nach jahrelangem Einsatz der SPD hatte die Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf im September 2022 endlich beschlossen, die Widmung der Straße anzupassen – und anstatt einer Gruppe von Kriegsverbrechern der europäischen Einigung, der deutsch-spanischen Freundschaft und des Siegs über den Faschismus zu gedenken.

Michael Karnetzki, Olemia Flores Ramirez, Alexander Grapentin, Norbert Buchta, Roman Gerhardt

Tatsächlich hat das Amt das Prüfverfahren bis heute nicht abgeschlossen, wurde die Widmung nicht geändert. Für die kommende Sitzung der BVV hat die SPD-Fraktion daher eine Anfrage eingereicht, in der sie sich nach dem Stand des Verfahrens erkundigt. Das Amt wird zudem aufgefordert, darzulegen, welche konkreten Schritte es in den vergangenen dreieinhalb Jahren unternommen hat, um dem Beschluss nachzukommen. „Wir würden uns sehr wünschen, dass bis zum kommenden Jahr, in dem wir des 90. Jahrestags der Zerstörung von Guernica gedenken, diese unpassende ‚Ehrung‘ endlich aus dem Straßenbild unseres Bezirks verschwunden ist“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta, der auch in diesem Jahr wieder mit Mitgliedern der Fraktion sowie der lokalen SPD-Abteilung Seenplatte am Gedenken teilgenommen hat. Für den 90. Jahrestag im kommenden Jahr möchte die SPD-Fraktion außerdem erreichen, dass das Bezirksamt die offizielle Gedenkfeier gemeinsam mit dem deutsch-baskischen Kulturverein ausrichtet. „Es wäre schön, wenn dann auch der Platz und das Schild etwas gereinigt und hergerichtet werden könnten“, wünscht er sich.

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Standpunkt: Bildung und Kultur

Rik De Lisle

Berliner Radiolegende: Den „alten Ami“ ehren

Veröffentlicht am 13.05.2026

Radiomoderator Rik De Lisle begeisterte Generationen von Radiohörenden und brachte den Berlinerinnen und Berlinern die moderne amerikanische Musik näher. Ende März ist De Lisle verstorben, die SPD-Fraktion möchte ihn mit einer Platzbenennung ehren.

Am 30. März ist der bekannte Moderator Rik De Lisle im Alter von 79 Jahren verstorben. Der gebürtige Amerikaner prägte die Berliner Radiolandschaft über viele Jahrzehnte: Viele junge Menschen in West-Berlin, aber auch in der DDR kamen durch seine Sendungen erstmals in Kontakt mit aktueller, amerikanischer Musik. Er erweiterte den kulturellen Horizont seiner Hörerinnen und Hörer beiderseits der Mauer, und trug damit zum friedlichen Austausch und Verständnis über alle Grenzen hinweg bei. Vor dem Hintergrund der Entfremdung während des Vietnamkriegs setzte er sich für ein positives Amerika-Bild ein. Nach dem Mauerfall baute er Brücken zwischen Musikerinnen und Musikern aus Ost und West.

Mit unserem Bezirk verbindet Rik De Lisle eine lange Beziehung: Ab 1978 ging er beim American Forces Network (AFN) in der Podbielskiallee in Dahlem auf Sendung. Seine letzten Lebensjahre war De Lisle in Lichterfelde zuhause, und seinem Kiez eng verbunden.

Die SPD-Fraktion möchte De Lisle angemessen würdigen und schlägt daher vor, eine Straße oder einen Platz im Bezirk nach ihm zu benennen. „Gerade in heutigen Zeiten wäre eine Straßenbenennung nach Rik De Lisle ein wichtiges Zeichen für die deutsch-amerikanische Freundschaft“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan, die selbst kanadische Wurzeln hat. Sie beantragt daher, Rik De Lisle auf die bezirkliche Straßenbenennungsliste zu setzen. „In den kommenden Jahren wird es im Neubaugebiet in Lichterfelde Süd eine Reihe von Straßen zu benennen geben – ich würde mich freuen, wenn eine davon Rik De Lisle gewidmet würde“. Zunächst sei jedoch die gesetzliche Frist von fünf Jahren nach dem Tod abzuwarten, bevor eine Straße oder ein Platz nach einer Person benannt werden dürfe, so Macmillan.

Ein sehenswertes filmisches Portrait über Rik De Lisle von Patrick Meyer vom Kiez.Report finden Sie unter diesem Link (YouTube).

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Standpunkt: Bildung und Kultur

Singende Ukrainerinnen in Tracht

Solidarität mit Charkiw – für Frieden in der Ukraine

Veröffentlicht am 05.03.2026

Seit vier Jahren leidet die ukrainische Bevölkerung unter Angriffen auf Städte und zivile Infrastruktur. Zum Jahrestag des russischen Überfalls versammelten sich Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter aller demokratischer Parteien in der BVV Steglitz-Zehlendorf, um an den Beginn des Krieges zu erinnern und ihre Solidarität mit der Ukraine zu zeigen.

Am Dienstag, den 24. Februar jährte sich der Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zum vierten Mal. Am 24. Februar 2022 startete Russland seinen völkerrechtswidrigen Großangriff auf das demokratische Nachbarland. Seither leidet die ukrainische Bevölkerung unter anhaltendem Beschuss, insbesondere die gezielten Angriffe auf die zivile Infrastruktur sollen die Menschen zermürben und zur Aufgabe zwingen. Bomben, Raketen und Drohnen sind alltägliche, bittere Realität.

Was es bedeutet, mitten im Winter ohne Strom und Wärme zu sein, mussten auch viele Menschen in Steglitz-Zehlendorf vor wenigen Wochen erleben. „Hier bei uns war der Ausnahmezustand auf einen Teil der Stadt begrenzt, Hilfe war schnell vor Ort, und nach wenigen Tagen kehrte die Normalität zurück. Für die Menschen in der Ukraine hält die Situation seit Jahren an, ein Ende ist weiterhin nicht abzusehen“, erinnert der SPD-Bezirksverordnete Rainer Ziffels: „Trotzdem hat uns das einen kleinen Eindruck davon gegeben, was die ukrainische Bevölkerung erleiden muss“.

Rainer Ziffels legt Blumen nieder

Um an den Beginn des russischen Einmarschs zu erinnern und ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zum Ausdruck zu bringen, fanden sich wie in jedem Jahr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, aber auch Vertreterinnen und Vertreter aller demokratischen Parteien in der BVV im Charkiw-Park in Steglitz ein. „Der Krieg in der Ukraine geht jetzt ins fünfte Jahr. Jeden Tag sehen wir seither die gleichen Bilder von Zerstörung und Tod im Fernsehen. An Unrecht und Terror dürfen wir uns niemals gewöhnen. Allein die Ukrainerinnen und Ukrainer entscheiden über ihre Zukunft!“, so Ziffels.

Der Park hinter hinter der Schwarztschen Villa trägt seit Oktober 2022 den Namen der Partnerstadt von Steglitz-Zehlendorf, die besonders schwer von dem russischen Bombardement betroffen ist. Die jährlichen Gedenkveranstaltungen werden organisiert vom Städtepartnerschaftsverein Steglitz-Zehlendorf.

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Standpunkt: Bildung und Kultur

Grabstein von Hildegard Knef auf dem Waldfriedhof Zehlendorf

Hildegard Knef zum Hundertsten

Veröffentlicht am 12.01.2026

Filmemacher Eberhard Weißbarth gedachte in einer Veranstaltung auf dem Waldfriedhof Zehlendorf dem hundertsten Geburtstag der Diva, die wie kaum eine zweite das Berliner Lebensgefühl auf der Leinwand verkörperte.

Am 28. Dezember hätte die Schauspielerin, Sängerin und Autorin Hildegard Knef ihren 100. Geburtstag begangen. Aus diesem Anlass lud Filmemacher Eberhard Weißbarth einen Tag später zu einer Gedenkfeier auf dem Waldfriedhof Zehlendorf ein. Obwohl in Ulm geboren, wird Knef von den meisten wohl vor allem mit Berlin verbunden, wo sie ab dem sechsten Lebensjahr aufwuchs und als junge Frau ihre ersten großen Erfolge feierte.

Ab 1946 war sie am Schlosspark-Theater in Steglitz zu sehen. Noch im gleichen Jahr erhielt sie die Hauptrolle im ersten deutschen Film der Nachkriegszeit, „Die Mörder sind unter uns“. Einen handfesten Skandal lieferte 1950 der Film „Die Sünderin“, der die Themen Prostitution und Suizid behandelte, und Knef obendrein in einer kurzen Nacktszene zeigte – was in der damaligen Gesellschaft zu Protesten (für und gegen den Film) und Aufführungsverboten führte. In der Folgezeit lebte Hildegard Knef für viele Jahre in den USA, verkehrte mit Marlene Dietrich und Marilyn Monroe. Später feierte sie vor allem Erfolge als Sängerin, ihr Lied „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ ist bis heute ein Evergreen.

Filmemacher Eberhard Weißbarth und der SPD-Bürgerdeputierte Roman Gerhardt

Nach ihrem Tod im Jahr 2002 wurde Hildegard Knef auf dem Waldfriedhof Zehlendorf beigesetzt. Bei der Veranstaltung am Montag, nur wenige hundert Meter vom Grab entfernt, berichtete Eberhard Weißbarth von Schwierigkeiten, skurrilen Momenten, aber auch herzlicher Nähe und Freundschaft bei der Arbeit an seiner Fernsehdokumentation, die er im Jahr 1990, direkt nach dem Mauerfall, mit und über Hildegard Knef in Berlin drehte. In mehreren kurzweiligen Anekdoten ließ Weißbarth sowohl die schillernde Diva als auch die gebrochene Frau, die unter Krankheiten sowie ihrer Zigaretten- und Alkoholabhängigkeit litt, lebendig werden. Den Abschluss der Gedenkfeier bildete die Vorführung der RIAS-Dokumentation, die Knef bei ihrer Rückkehr an die Stationen ihrer Jugend und frühen Karriere begleitet.

Standpunkt: Bildung und Kultur

Eingang des Kinos Capitol in Dahlem

Capitol-Kino und Blätterlaube erhalten!

Veröffentlicht am 01.11.2025

Nach Erhöhungen im vergangenen Jahr sollen die Berliner Hochschulen im laufenden weniger Zuschüsse erhalten – die Freie Universität (FU) überlegt daher, das Gebäude des Capitol-Kinos an den Senat zurückzugeben. Die SPD-Fraktion macht sich für den Erhalt der Kulturinstitution stark.

Im Rahmen des Berliner Doppelhaushalts 2025/2026 wurden den Fachressorts von CDU-Finanzsenator Evers strikte Sparvorgaben gemacht – auch der für Gegenwart und Zukunft der Stadt so wichtige Wissenschaftssektor wurde nicht verschont. Steglitz-Zehlendorf ist als Sitz der Freien Universität direkt betroffen: Als die FU nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde, standen nur wenige geeignete Gebäude zur Verfügung. Die Forschungsinstitute und Lehrsäle wurden daher auf zahlreiche ehemalige Wohnhäuser im Dahlemer Villenviertel verteilt. Diese Besonderheit führte zu einer engen Vernetzung mit den Menschen im Kiez – die bis heute anhält.

Zu den Liegenschaften der Universität gehört auch das Kino Capitol in der Thielallee. Das Gebäude wird seit 1946 für Filmvorführungen genutzt. Bekannt wurde es vor allem durch Gerhard Klein: Der Holocaust-Überlebende, dessen Eltern im Konzentrationslager ermordet worden waren, kehrte nach dem Krieg nach Berlin zurück. Ab 1956 leitete er das Capitol für 30 Jahre. „Dieser historische Hintergrund begründet für die Stadt Berlin eine besondere Verantwortung, der wir uns nicht entziehen dürfen“, betont der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta.

Gefährdet ist auch die „Blätterlaube“: Studierende und FU-Mitarbeitende haben hier gemeinsam mit Anwohnenden einen ökologischen Garten angelegt. Seminare, Workshops und Fortbildungen finden hier ebenso statt wie der Tag der Stadtnatur und die Nacht der Wissenschaften. „Die Blätterlaube als mehrfach ausgezeichnetes Klimaschutzprojekt ist ein erhaltungswürdiger Ort, an dem Nachhaltigkeit wortwörtlich wächst“, erklärt Rainer Ziffels, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Im Oktober wurde ein gemeinsamer Antrag von SPD, FDP und Grünen, der den Erhalt der beiden Institutionen fordert, von der BVV einstimmig beschlossen.

Dass sich der Einsatz lohnt, zeigte sich unter anderem beim PrimaVita-Bad am Teltower Damm: Um Kosten zu sparen und aufgrund des Platzbedarfs des benachbarten Kennedy-Gymnasiums hatte der Senat 2023 Schließung und Abriss des Therapiebads angekündigt. In der Halle finden vor allem Kurse für Kinder, Schwangere und Sehbehinderte statt: „Angebote, die in dieser Form nur hier möglich sind, da das Becken über einen höhenverstellbaren Boden verfügt“, so Ziffels. Die SPD-Fraktion hat sofort reagiert und sich gemeinsam mit den Menschen im Bezirk für das Bad stark gemacht – mittlerweile ist klar: Die Schulmensa wird an anderer Stelle gebaut. Damit bleibt ein wichtiger Ort für Schwimmkurse und Rehasport im Bezirk erhalten.

Unsere Pressemitteilung finden Sie unter diesem Link.

Standpunkt: Bildung und Kultur

Umbenennung der Treitschkestraße beschlossen

Veröffentlicht am 27.01.2025

30 Jahre lang hat sich die SPD – die Partei im Bezirk ebenso wie die Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf – für die Umbenennung der Treitschkestraße eingesetzt. In der Sitzung der BVV am 22. Januar 2025 wurde dieses dunkle Kapitel in der Geschichte unseres Bezirks nun endlich abgeschlossen: Die Verordneten stimmten – nach einer letzten langen, zermürbenden und teilweise an der Grenze zur Peinlichkeit verlaufenden Debatte um Verfahrensdetails und Feinheiten in der Formulierung – einstimmig für den Namensvorschlag der Zählgemeinschaft aus SPD, FDP und Grünen. Damit wird die Straße in wenigen Monaten den neuen Namen „Betty-Katz-Straße“ tragen.

Aus diesem Anlass möchten wir noch einmal auf die lange Geschichte der Umbenennung eingehen. Im Fokus stehen vor allem die Fragen, wer Betty Katz war, warum sich die SPD so sehr für die Umbenennung eingesetzt und warum all dies so lange gedauert hat. Folgen Sie uns bei unserem Rückblick durch die vergangenen drei Jahrzehnte!


Wer war Heinrich von Treitschke?

Heinrich Gotthard von Treitschke (1834 – 1896) war ein deutscher Historiker, politischer Publizist und 13 Jahre lang Mitglied des Reichstags. Mit seinen emotionsgeladenen Vorlesungen und äußerst populären Schriften prägte er eine ganze Generation von Studenten und späteren Beamten der Kaiserzeit bis weit hinein in die Weimarer Republik. Von Treitschke stammt der Satz „Die Juden sind unser Unglück“, der später dem nationalsozialistischen Hetzblatt „Der Stürmer“ als Motto diente.

Im 19. Jahrhundert hatten die europäischen Jüdinnen und Juden Bürgerrechte erlangt und konnten damit vermehrt am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Mit dem Vordringen in akademische Kreise wuchsen jedoch auch Neid und Missgunst. Verbreitet war der Antisemitismus jedoch zunächst vor allem im kleinbürgerlichen Mittelstand. Dies änderte sich mit Heinrich von Treitschke. Als prominenter Historiker und Abgeordneter zählte er nicht zu den üblichen antisemitischen Stammtischlern; um so größer war sein Einfluss auf das akademische und politische Milieu: Sein „Verdienst“ bestand daher vor allem darin, den Antisemitismus (wieder) salonfähig gemacht zu haben. Seine Schrift „Unsere Aussichten“ von 1879 provozierte den Berliner Anitsemitismusstreit.

Klar belegen lässt sich, dass Heinrich von Treitschke bereits zu seiner Zeit umstritten war. Kritisiert wurde, dass Treitschkes Arbeiten mit wissenschaftlicher Neutralität nichts zu tun hatten. Stattdessen verfolgte er eine politische, strikt nationalistische und rassistische Agenda. Außer gegen Jüdinnen und Juden hetzte er auch gegen die Sozialdemokratie, Frankreich und England sowie die slawischen Länder. Viele Freunde und Kollegen sagten sich im Laufe der Zeit von ihm los; sein Historiker-Kollege und späterer Träger des Literaturnobelpreises Theodor Mommsen warf ihm schon zu Lebzeiten vor, den „Kappzaun der Scham“ von der antisemitischen Bewegung genommen zu haben, und nannte ihn den „Vater des modernen Antisemitismus“.


Erste Aktionen zur Umbenennung

Seit den 1990er Jahren werden in ganz Deutschland ehemalige „Treitschkestraßen“ umbenannt. Auch die Steglitzer SPD hat sich früh für das Thema eingesetzt: Unter anderem nahm die Abteilung unter ihrem Vorsitzenden Andreas Kugler vor ungefähr 20 Jahren eine symbolische Umbenennung der Straße vor: “Die Genossinnen und Genossen bastelten damals Pappschilder, die an der Ecke zur Schloßstraße über die Straßenschilder gehängt wurden”, erinnert sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta, der sich bereits damals für die Umbenennung stark gemacht hatte. Der neue Name auf den Schildern damals war „Kurt-Scharf-Straße“ – benannt nach dem Altbischof und ehemaligen Pfarrer der nahen Patmos-Gemeinde (1902 – 1990). Neben der Gemeinde engagierten sich vor allem Dieter und Jael Botsch-Fitterling sowie die Initiative Haus Wolfenstein viele Jahre lang für die Umbenennung.

Die Frage der Umbenennung wurde auch in den bezirklichen Ausschüssen diskutiert. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion wurde jedoch abgelehnt, wie das Bezirksamt unter anderem im Oktober 2003 noch einmal bekräftigte. Kurz zuvor hatte der Senat beschlossen, dass die Grabstätte von Heinrich von Treitschke nicht mehr länger als Ehrengrab geführt werden solle – in der BVV Steglitz-Zehlendorf konnte jedoch auch vor diesem Hintergrund weiterhin keine Mehrheit für eine Umbenennung erreicht werden.

Im Frühjahr 2007 unternahmen die Fraktionen von SPD und FDP einen weiteren Versuch – in zwei getrennten Anträgen wurde jeweils die Umbenennung in „Maria-Rimkus-Straße“ gefordert (zur Erinnerung: mittlerweile gibt es in Lankwitz einen Maria-Rimkus-Weg, auch dieser geht auf einen Antrag zurück, an dem die SPD-Fraktion beteiligt war). Während die FDP ihren Antrag schließlich selbst zurückzog, wurde die SPD-Initiative durch einen Ersetzungsantrag der Grünen-Fraktion „gekapert“: Anstelle einer Umbenennung der Treitschkestraße sollten nun Gedenktafeln zur „Auseinandersetzung der Bevölkerung“ mit dem Berliner Antisemitismusstreit aufgestellt werden, “allerdings wurden auch diese erst nach einem weiteren SPD-Antrag dann auch tatsächlich installiert”, berichtet Norbert Buchta.

Als Erfolg konnte 2007 jedoch verzeichnet werden, dass der bislang namenlose Park hinter dem Wertheim-Kaufhaus – umgangssprachlich zu jener Zeit oft „Treitschke-Park“ genannt – nach dem Treitschke-Gegner Harry Bresslau (1848 – 1926) benannt wurde. Dieser hatte seinem ranghöheren Berufskollegen im Antisemitismusstreit 1879 öffentlich widersprochen und damit seine eigene berufliche Existenz riskiert.


Ein Schild wird entfernt

Wie hartnäckig sich der Name Treitschkestraße halten sollte, zeigte sich drei Jahre später: Obwohl die Straße zu diesem Zeitpunkt bereits zur Sackgasse geworden und damit von der Schloßstraße abgeschnitten war – derweil wurde auf dem ehemaligen Straßenverlauf das Center „Boulevard Berlin“ errichtet – fand sich an der Schloßstraße immer noch das alte, mittlerweile funktionslose Straßenschild. Auf Antrag der SPD-Fraktion wurde immerhin dieses eine Schild im Januar 2011 entfernt.


Die Anwohnenden entscheiden

Anfang 2012 entschied die damalige Zählgemeinschaft aus CDU und Grünen, eine Befragung der Anwohnerinnen und Anwohner durchzuführen. Ziel sollte es sein, eine „vorhandene Zustimmung oder Ablehnung einer Umbenennung der Treitschkestraße festzustellen“. In ihrer Argumentation für die Beibehaltung des belasteten Namens verwiesen die Konservativen auf die „Maßstäbe, die zur Zeit der Benennung galten“ (dass Treitschke bereits zur Zeit der Benennung hoch umstritten war, haben wir weiter oben dargelegt).

Besonders häufig stößt man in der Diskussion um belastete Straßennamen auf das Argument, dass auch andere Geistesgrößen der deutschen Geschichte keine „lupenreinen Demokraten“ gewesen seien. Im schwarz-grünen Antrag von 2012 finden sich wenig überraschend Martin Luther, Richard Wagner, Thomas Mann und einige andere aufgezählt – hierzu erklärt der damalige SPD-Bezirksverordnete und heutige Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta: „Der Vergleich war natürlich an den Haaren herbeigezogen. Die genannten Personen haben Großes geleistet, obwohl sie – an heutigen Maßstäben gemessen – unbestritten auch problematische Ansichten hatten. Treitschke hingegen wurde für genau diese problematischen Ansichten verehrt. Daneben hat er nichts geleistet, woran man sich heute noch erinnern würde!“ Dennoch: Die Masche verfing, die Umbenennung wurde von den Anwohnerinnen und Anwohnern im Dezember 2012 mit großer Mehrheit abgelehnt.

Der damalige kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Martin Kromm, war nicht überrascht vom Ergebnis: „Ich denke, dass vor allem die von der CDU geschürten Ängste vor dem mit dem neuen Straßennamen verbundenen Aufwand und unkalkulierbaren Kosten dafür gesorgt haben, dass sich die Betroffenen mehrheitlich gegen die Umbenennung ausgesprochen haben. Die kulturpolitische Diskussion hat nur eine untergeordnete Rolle gespielt“.

Nach diesem Entscheid war das Thema für die schwarz-grüne Zählgemeinschaft beendet – fast 10 Jahre lang wurde das Thema totgeschwiegen. Mit einer einzigen Unterbrechung: Von einer anderen, nicht mehr in der BVV vertretenen Fraktion kam 2013 die Idee, anstelle einer Umbenennung nur eine Umwidmung durchzuführen – vorgeschlagen wurde der Dramatiker und Regisseur Georg-Friedrich Treitschke. Auch diese Initiative fand bei den Bezirksverordneten keine Mehrheit.


Paukenschlag in der BVV

Im November 2021 nahm eine neue Zählgemeinschaft im Bezirk ihre Arbeit auf: Nach jahrelangem Stillstand unter CDU-Führung wechselte die Mehrheit in der BVV zu SPD, FDP und Grünen. Im Zählgemeinschaftsvertrag wurde unter anderem eine neue Erinnerungskultur verabredet. Für die SPD-Fraktion war klar, dass die Umbenennung der Treitschkestraße nun endlich umgesetzt werden müsse.

Auf SPD-Antrag hin und mit Stimmen von SPD, FDP, Grünen und Linken wurde am 14. September 2022 von der BVV Steglitz-Zehlendorf beschlossen, die Treitschkestraße umzubenennen. Binnen eines Jahres sollte ein neuer Name feststehen.

Dass daraus nichts wurde, ist bekannt: Die Bezirksämter für Weiterbildung und Kultur auf der einen sowie Straßen und Grünflächen auf der anderen Seite konnten sich nicht auf die Zuständigkeiten einigen. Schließlich übernahmen erneut die Fraktionen der Zählgemeinschaft das Ruder und starteten die vereinbarte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger auf eigene Faust.


Erneute Beteiligung erfolgreich

Von den Zählgemeinschaftspartnern war vereinbart worden, die Anwohnerinnen und Anwohner bei der Suche nach einem neuen Namen für die Straße einzubinden. In einem Rundschreiben wurden alle betroffenen Haushalte um Namensvorschläge gebeten. „Bis Anfang Oktober konnten die Vorschläge eingereicht werden, viele Menschen haben davon Gebrauch gemacht“, begrüßt Ellinor Trenczek, Sprecherin der SPD-Fraktion für Bildung und Kultur. Die Sitzung am 29. November 2024, in der der zuständige Ausschuss über den Namen entschieden hat, war extra ins Rathaus Steglitz verlegt worden, damit alle Interessierten teilnehmen konnten – eine Möglichkeit, die auch zahlreich angenommen wurde.

Für die Vorschläge galten dabei klare Regeln, die durch den Gesetzgeber – das Land Berlin – vorgegeben sind: Es darf den Straßennamen noch nicht in Berlin geben, zudem muss die namensgebende Person mindestens fünf Jahre tot sein. Zusätzlich war von den Bezirksverordneten gewünscht worden, dass die zu Ehrende eine Frau mit Bezug zu Steglitz haben solle. Insgesamt wurden 55 Briefe mit 21 unterschiedlichen Vorschlägen eingereicht, von denen sieben vorgestellt und abgestimmt wurden.

Unter den vorgeschlagenen Namen waren die Politikerin und Schriftstellerin Emma Klara Döltz, vorgeschlagen von den Schülerinnen und Schülern der Kopernikus-Oberschule; die Studienrätin und Widerstandskämpferin Elisabeth Schmitz, gewünscht von der Patmos-Gemeinde; außerdem die Schauspielerin Dora Diamant, die Autorin Helga Cazas, die „Gerechte unter den Völkern“ Lilly Wust sowie die US-Diplomatin Eleanor Lansing Dulles. Am Ende entschied sich der Ausschuss jedoch mit großer Mehrheit für Betty Katz, Direktorin des Jüdischen Blindenheims in der Wrangelstraße.


Geschäftsordnung statt Argumente

Eigentlich war damit alles geklärt, hätte die BVV bereits im Dezember mit dem Thema abschließen können – hätte. Hätte sich die CDU nicht dazu entschieden, auf dem schon lange verlorenen Posten weiterzukämpfen und mittels Verfahrenstricks eine Entscheidung zu verhindern. Doch augenscheinlich kümmerte es den Fraktionsvorsitzenden und die Abgeordnete des Wahlkreises wenig, dass alle Argumente bereits wiederholt ausgetauscht, alle Debatten mehrfach geführt, die Mehrheitsverhältnisse in Ausschuss und BVV klar und sogar unter den Konservativen mittlerweile zahlreiche Stimmen für den neuen Namen zu hören waren. Der Antrag musste zurück in den Ausschuss: “Auftakt zu einer letzten Runde der Peinlichkeit”, formulierte es die SPD-Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan passend.

Vermutlich hatte man gehofft, durch Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger noch einmal Stimmung machen zu können gegen die Umbenennung als solcher (zur Erinnerung: diese war bereits 2022 beschlossen worden und stand daher gar nicht mehr zur Diskussion). Stattdessen erlitten die Konservativen übelsten Schiffbruch: Ein Schreiben der CDU-Wahlkreisabgeordneten steckte derart voller Fehler und Unwahrheiten, dass es selbst die letzten Zweifler auf die Seite der Umbenennungs-Befürworter schob. Einen Erfolg konnten die beiden unermüdlichen “Kämpfer für die verlorene Sache” nämlich tatsächlich für sich in Anspruch nehmen: Das Interesse von Anwohnerschaft und Medien war so groß, dass die Sitzung des Ausschusses für Bildung und Kultur in den großen Bürgersaal verlegt werden musste. Zudem hatte sich prominenter Besuch angekündigt: Die Antisemitismusbeauftragten des Bundes und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin nahmen an der Sitzung ebenfalls teil und erläuterten unmissverständlich, warum eine Umbenennung in diesem Fall alternativlos sei. Unter großem Applaus der anwesenden Bürgerinnen und Bürger entschied der Ausschuss am Ende für die “Betty-Katz-Straße”.

Aus Fehlern wird man klug? Nicht so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Anstatt sich nun endlich der Realität und den Mehrheiten selbst in den eigenen Reihen zu stellen, wurde auch in der Sitzung der BVV am gestrigen Mittwoch erneut die Geschäftsordnung bemüht, um die Entscheidung weiter zu verzögern. Nach einer Einberufung des Ältestenrats, einer Pause, in der sich die CDU-Fraktion intern noch einmal beriet, sowie einer Änderung des Antrags, die man mit der Lupe suchen muss, folgte die große Überraschung: Gegen 20.30 Uhr wurde der neue Name von den Bezirksverordneten beschlossen – einstimmig. “Der Abwehrkampf der CDU war am Ende nur noch eine würdelose Farce, ein Schauspiel zum Fremdschämen”, konstatiert Carolyn Macmillan. “Trotzdem ist es für uns natürlich ein Tag zum Feiern: 30 Jahre lang hat die SPD dafür gekämpft, dass der Name Treitschke, eines unbestrittenen Vorreiters des Antisemitismus in Deutschland, endlich aus dem Straßenbild verschwindet. Traurig, dass es so lange dauern musste, aber um so größer ist jetzt die Freude!”

Der Beschluss der BVV ist jedoch immer noch nicht der letzte Schritt: Zunächst muss die Umbenennung im Amtsblatt verkündet werden, was mindestens drei Monate vor der Wirksamkeit erfolgen muss, jedoch nicht weniger als acht Wochen vor einer Wahl (aufgrund der Bundestagswahl am 23. Februar wird es sich also noch etwas hinziehen). Vier Wochen lang kann anschließend gegen die Umsetzung des Beschlusses Widerspruch eingelegt werden. Werden die Widersprüche vom Amt verworfen, steht der Klageweg offen. Nach der Umbenennung ist der alte Name noch durchgestrichen neben dem Neuen zu lesen. Erst dann ist er endgültig aus dem Straßenbild verschwunden.

Um den Aufwand bei der Adressänderung für die Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering zu halten, haben die Bezirksverordneten das Bezirksamt aufgefordert, unkompliziert Termine bereitzustellen und ein mobiles Bürgeramt vor Ort einzurichten.


Betty-Katz-Straße

Betty Katz wurde 1872 in Posen geboren. Sie studierte und wurde Lehrerin für höhere und mittlere Schulen. Vermutlich nach dem Tod ihres Ehemanns im Jahr 1926 zog sie nach Berlin. Hier arbeitete sie als Direktorin des Jüdischen Blindenheims in der Steglitzer Wrangelstraße, in dem zu dieser Zeit etwa 30 blinde und auch gehörlose Männer und Frauen wohnten und arbeiteten. 1928 wurde das Haus umgebaut und bot fortan bis zu 50 Personen Platz.

Alle Bewohner des Blindenheims mussten am 15. November 1941 zunächst in das „Jüdische Blinden- und Taubstummenwohnheim“ in Weißensee umziehen. Im September 1941 wurden 16 von ihnen nach Theresienstadt deportiert, zusammen mit der Leiterin Betty Katz. Dort ist sie am 6. Juni 1944 gestorben. Die anderen 16 Bewohnerinnen und Bewohner des Blindenheims, die mit ihr deportiert worden waren, waren zu diesem Zeitpunkt bereits tot. Seit 2017 erinnert ein Stolperstein in der Wrangelstraße 6 an Betty Katz.

„Betty Katz ist eine würdige Namensgeberin für die Straße und bildet als Direktorin des Jüdischen Blindenheims eine wichtige Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart des Lebens in unserem Bezirk”, freut sich Ellinor Trenczek, Sprecherin für Bildung und Kultur der SPD-Fraktion. „Bei den vielen guten Vorschlägen, die eingereicht wurden, war es für uns von besonderer Bedeutung, die Straße nach einer Jüdin zu benennen. Es ist unsere Verantwortung, auf die beeindruckende Lebensleistung, aber auch Schicksale der Menschen, die in unserem Bezirk gelebt und gearbeitet haben, aufmerksam zu machen“, erklärt Alexander Niessen, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Kultur.

„Ich finde es weiterhin befremdlich, dass sich die CDU, statt sich konstruktiv zu beteiligen, auf Spaltung, Verzögerung und Angstmacherei konzentriert hat. Dabei ist doch genau ein solcher Umbennungsprozess eine Möglichkeit dafür, die Menschen im Bezirk zusammenzubringen und gemeinsam die Welt ein kleines bisschen gerechter zu machen. Denn der Kampf gegen jeden Antisemitismus geht uns alle an”, betont Niessen. “Trotzdem überwiegt klar die Freude darüber, dass wir mit dem Beschluss über den neuen Namen endlich in den Umsetzungsprozess einsteigen können!“

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Aktuelle Termine

Mi.
10.06.
Bürgersprechstunde Stadträtin Carolina Böhm von 16 bis 18 Uhr
Kieztreff in der Frisierkunst
Wilskistraße 34
(Anmeldung erforderlich unter Telefon 90299-6001)

Mi.
17.06.
49. Sitzung der Bezirksverordneten-
versammlung ab 17 Uhr

Rathaus Zehlendorf, Bürgersaal
Kirchstraße 1/3

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