Nach 14 Jahren an Planungen und Verhandlungen ist Anfang Juni der „Startschuss“ gefallen für den Bau eines neuen Stadtquartiers auf dem früheren US-Army-Gelände „Parks Range“ in Lichterfelde Süd.
Bis Mitte der 2030er Jahre sollen rund 2.700 neue Wohnungen für mehr als 5.000 Menschen entstehen. Die landeseigene Degewo ist mit am Projekt beteiligt und wird am Ende 1.000 Wohnungen in ihren Bestand übernehmen. Die Hälfte davon ist öffentlich gefördert und soll – je nach Einkommen der Bewohner – für eine Monatsmiete zwischen 7 und 11,50 Euro je Quadratmeter angeboten werden, die andere Hälfte für bis zu 15 Euro pro Quadratmeter. Für die restlichen Wohnungen, die von privaten Immobilienunternehmen errichtet werden, sollen mindestens 20 Euro pro Quadratmeter fällig werden. Bereits im ersten Bauabschnitt entsteht direkt am S-Bahnhof Lichterfelde Süd ein Quartierzentrum mit Geschäften für die Nahversorgung, Büros und Praxen sowie 500 Wohnungen – Baustart möglichst noch in diesem Jahr.

Baubeginn Lichterfelde Süd: Senator Christian Gaebler, Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan, Bezirksstadträtin Carolina Böhm, Matthias Kollatz MdA (Von Links nach Rechts)
Damit mittelfristig in Lichterfelde Süd ein lebendiger, neuer Stadtteil entsteht, sollen im weiteren Verlauf auch eine Grundschule, Kitas, Sportanlagen, Grünflächen und eine Jugendfreizeiteinrichtung gebaut werden. Genau dafür hatte sich auch die SPD-Fraktion Steglitz-Zehlendorf in den letzten Jahren immer wieder stark gemacht. „Womit wir uns leider nicht durchsetzen konnten, war ein höherer Anteil an geförderten Wohnungen“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Carolyn Macmillan. Die vorherige, CDU-geführte Zählgemeinschaft im Bezirk hatte den städtebaulichen Vertrag mit dem Investor im Sommer 2018, nur wenige Tage vor dem Auslaufen einer Übergangsfrist, unterschrieben. Ab dem 1. August 2018 hätte dieser einen Anteil von 30 Prozent der Geschossflächen im sozialen Wohnungsbau errichten müssen – in Folge des CDU-Deals sind es nur 25 Prozent. „Bauen allein löst die Wohnungsnot in Berlin und Steglitz-Zehlendorf nicht. Entscheidend ist, dass auch bezahlbarer Wohnraum entsteht,“ so Macmillan. Erfreulich sei daher, dass 1.000 Wohnungen von einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft gebaut und dauerhaft bewirtschaftet werden sollen.
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