Die SPD-Fraktion setzt sich für die Rechte von queeren Menschen in Steglitz-Zehlendorf ein. Für mehr Sichtbarkeit und Unterstützung fordert sie schon lange eine*n eigenen Queerbeauftragte*n. Der Antrag wurde von der BVV abgelehnt.
Die Rechte von queeren Menschen werden heute mehr denn je in Frage gestellt – auch in der angeblichen „Regenbogenhauptstadt“ Berlin. In den letzten Jahren häufen sich Gewaltvorfälle gegen Orte der queren Community und Personen, die sich in der Öffentlichkeit als schwul, lesbisch oder trans zu erkennen geben. Umso wichtiger sind daher staatliche Angebote wie Beratungsstellen, queere Jugend- und Freizeiteinrichtungen sowie Ansprechpersonen in Ämtern und Behörden. „Auch bei uns in Steglitz-Zehlendorf gibt es viele queere Menschen, die sich auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete und wohnortnahe Anlauf-, Beratungs- und Beschwerdestellen wünschen“, betont Ellinor Trenczek, stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Frauen*, Gleichstellung und Queer.
Gemeinsam mit Alexander Niessen hat Trenczek einen Antrag verfasst, der die Einrichtung einer*s bezirklichen Queerbeauftragten fordert, die*der das Bezirksamt und die BVV in ihrer Arbeit beraten, Netzwerke entwickeln und pflegen sowie in der Einwerbung von Fördermitteln unterstützen soll. In der Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung am 15. Oktober wurde der Antrag mit den Stimmen von CDU, FDP und AfD abgelehnt. Besonders das Ausscheren der FDP aus den Reihen der Zählgemeinschaft ärgert Trenczek: „Die FDP inszeniert sich gerne als liberale Fortschrittspartei, stimmt dann aber in einem wichtigen gesellschaftspolitischen Thema mit Rechtsaußen!“ Derzeit haben neben Steglitz-Zehlendorf nur noch Spandau und Treptow-Köpenick keine*n eigene*n Queerbeauftragte*n.
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