Donnerstag, 14. Dezember 2017

Besser gegen Leerstand vorgehen!

Zum fortbestehenden Leerstand im Haus Gardeschützenweg Ecke Hindenburgdamm erklärt der Bezirksverordnete Martin Matz:

"Ein konsequenteres Vorgehen gegen langjährigen Wohnungsleerstand ist nötig. Die Bauaufsicht sollte bei Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen, die ggf. per Ersatzvornahme durchgeführt werden, eine umfänglichere Festlegung der durchzuführenden Arbeiten wählen. Hier hätte die Verwaltung schon jetzt mehr Spielraum als nur den Schutz von Passanten vor herunterfallenden Gebäudeteilen."

 

Auch auf der Landesebene sieht Matz Regelungsbedarf: "Wir benötigen eine Regelung analog des Hamburgischen Wohnraumsicherungsgesetzes, die das Zweckentfremdungsverbotsrecht ergänzt. Erforderlich ist die Möglichkeit, einen Treuhänder einsetzen zu können, der nicht nur bauliche Maßnahmen umsetzt, sondern auch die Vermietung, bevor der Eigentümer die volle Verfügungsgewalt über das Gebäude zurückerlangt. Diese Regelung wurde in Hamburg erfolgreich eingesetzt. Das Abgeordnetenhaus sollte nun eine solche Regelung beraten."

Das Mehrfamilienhaus Gardeschützenweg Ecke Hindenburgdamm steht seit vielen Jahren leer und verfällt zunehmends. Das Bezirksamt hat bisher jedoch nur Sicherungsmaßnahmen veranlasst, so dass das Haus nicht nutzbar bleibt. Der Eigentümer setzt sich offenbar durch Hinhaltetaktiken und Widersprüche zu Verwaltungsakten immer wieder zur Wehr, so dass dieser dringend benötigte Wohnraum in unserem Bezirk nicht genutzt werden kann.