Sonntag, 05. September 2010
Themen
Zukunft der Steglitzer Woche PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 02. September 2010

Raumvergabe an Extremisten (GAZETTE 09/09)

Die Steglitzer Woche ist eine der wenigen Traditionsveranstaltungen in unserem Bezirk. Um das Volksfest herum gruppieren sich weitere kulturelle und sportliche Veranstaltungen. Von Jahr zu Jahr gibt es Neuerungen. Auch eine Tradition braucht immer wieder eine Weiterentwicklung.

Doch das Fest bringt auch Belastungen mit sich. Für die Anwohner am Platz und für die Grünanlage am Teltowkanal. Gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig für das Überleben der Festwoche. Deshalb begrüßt die SPD, dass das Bezirksamt Gespräche mit den Beteiligten führt, um Verständnis für die Probleme der Anwohner während des Festes zu fördern. Die Schausteller zahlen jedes Jahr einen beachtlichen Betrag für die Beseitigung der Schäden in der Grünanlage. Über die Höhe dieser Ausgleichszahlung wird bei den jetzt beginnenden neuen Vertragsverhandlungen zu reden sein, damit die Anlage auch den Rest des Jahres über schön bleibt.

Das Fest lebt aber von der besonderen Atmosphäre im Grünen und unterscheidet sich gerade dadurch von anderen Volksfesten in der Stadt. Deshalb halten wir wenig von vorschnellen Forderungen nach einer einfachen Verlegung des Festplatzes.


Michael Karnetzki

 
Gemeinschaftsschule PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 25. November 2009

Gemeinschaftsschule (GAZETTE 12/09)

Ab dem kommenden Schuljahr werden die Nikolaus-August-Otto-Schule und die Montessorigrundschule am Rohrgarten zur Gemeinschaftsschule. Endlich gibt es dann auch in unserem Bezirk diese zukunftsfähige Schulform. Das begrüßen wir.
Gemeinschaftsschulen sind Ganztagsschulen. Alle Schüler lernen bis zur 10. Kasse gemeinsam, sie führen zum mittleren Schulabschluss und zum Abitur in 12 oder 13 Jahren.   Ziel der neuen Schulform ist mehr Chancengleichheit durch längeres gemeinsames Lernen, die Entwicklung und Förderung individueller Fähigkeiten und maximale Leistungsentwicklung für alle Schüler. Keiner wird zurückgelassen. Dadurch können mehr Kinder zu guten Schulabschlüssen geführt werden und haben später bessere Chancen.
Das von beiden Schulen vorgelegte Konzept gewährleistet optimal diese Ziele. Durch enge Zusammenarbeit der Lehrkräfte und anderer schulischer Mitarbeiter mit Schülern, Eltern und außerschulischen Partnern wird sich diese Gemeinschaftsschule zu einem demokratischen Lern- und Lebensraum entwickeln. Es geht um eine „Schule für Alle“, d.h. um die Überwindung der jetzigen Schulformen einschließlich des Gymnasiums.

Renate Krohm

 
Straßenbäume in Steglitz-Zehlendorf PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 27. Oktober 2009

Straßenbäume in Steglitz-Zehlendorf (GAZETTE 11/09)

Straßenbäume sind wichtig für unseren grünen Bezirk. Die politische Kampagne der CDU gegen den SPD-Baustadtrat Uwe Stäglin gleicht aber der Politik des „Haltet den Dieb!“ Erst zeichnen ehemalige CDU-Baustadträte die Verantwortung für die Fällung von vielen Straßenbäumen. Dann bewilligt die schwarz-grüne Mehrheit dem SPD-Stadtrat im Bezirkshaushalt jahrelang nicht genügend Mittel für die Grünflächenunterhaltung – wovon auch die Ersatzpflanzung von Straßenbäumen zu finanzieren wäre. Und hinterher geht die CDU hin und wirft dem SPD-Stadtrat vor, dass er nicht genügend nachpflanzt.
Jetzt hat die CDU neue Finanzmittel erschlossen. Ein erhöhter Haushaltsansatz für  Grundstückserlöse soll für neue Straßenbäume eingesetzt werden. Darüber hinaus werden weitere 200.000 Euro pro Jahr aus der allgemeinen Grünflächenunterhaltung für Straßenbäume reserviert.
Wenn sich demnächst Bürger beschweren, dass ihr Park ungepflegt ist oder der Spielplatz an der Ecke kaputt, weil das Geld nur für Straßenbäume ausgeben werden darf, wird die CDU dann ihre „Haltet den Dieb“-Politik fortsetzen und den SPD-Stadtrat dafür schelten, dass er das zugelassen hat?

Michael Karnetzki
 
Bauvorhaben auf Schwanenwerder PDF Drucken E-Mail
Dienstag, den 22. September 2009

Bauvorhaben auf Schwanenwerder (GAZETTE 10/09)

Quo vadis architectura. Das fragt sich der Betrachter angesichts des Neubaus auf Schwanenwerder. Die Debatte um den Baukörper zeigt anschaulich die beiden Positionen der aktuellen Diskussion zwischen den Vertretern der skulpturalen Baukomposition, die das Bauwerk als Ereignis betrachten, das neue Impulse an seine Umgebung abgibt, und den Befürwortern der rationalistischen Haltung, die sich eher in der Weiterentwicklung tradierter Kompositionselemente in eine moderne Formensprache mit Bezug auf den Kontext sieht. Solange das Baurecht eingehalten wird, sind beide Positionen möglich. Die entsprechenden Wünsche des Bauherrn hatte das Bezirksamt hier abzuwägen. Die Entscheidung, welches die richtigen Mittel für eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung sind, kann nur in einer konstruktiven Auseinandersetzung über die gebauten Beispiele erreicht werden. Traditionell steht unser Bezirk positiv für diese die Baukultur erhaltende Diskussion. Denke man nur an die Bauten von Muthesius, Taut und Tessenow, die geachtete Beispiele einer realisierten Theorie geworden sind. Ob dies auch mit der Villa auf Schwanenwerder gelingt, bleibt abzuwarten.

Volker Semler

 
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